Mi, 13. Dezember 2017

Halter will es so

09.05.2011 14:22

Nach Hundebiss in Wals: Rottweiler wird eingeschläfert

Der Zustand jenes vierjährigen Mädchens, das am vergangenen Freitag in Wals-Siezenheim im Flachgau von einem Rottweiler in den Kopf gebissen und schwer verletzt worden war, ist weiterhin stabil. Noch am Montag werde die Aufwachphase aus dem künstlichen Tiefschlaf eingeleitet, teilte eine Sprecherin der Salzburger Landeskliniken mit. Der dreijährige Rottweiler-Rüde soll auf Wunsch des Halters umgehend eingeschläfert werden, sagte der Bürgermeister von Wals, Ludwig Bieringer.

Montagmittag traf sich der Hundebesitzer mit der Tierärztin, um die Formalitäten abzuwickeln. "Sobald das erfolgt ist, werden das Tierheim, wo sich der Hund nun befindet, und der Amtstierarzt der Stadt Salzburg informiert, damit die Sache umgesetzt wird", erläuterte Bieringer. Dem toten Tier werden Gewebsteile entnommen und zur Untersuchung eingeschickt, um zu klären, ob der Vierbeiner Tollwut oder eine andere Krankheit hatte.

Darauf angesprochen, dass eine Nachbarin von einem früheren Zwischenfall mit dem Rottweiler berichtete, bei dem er auf den Rucksack eines vorbeigehenden Kindes losgegangen sein soll, sagte der Bürgermeister, dass dieser Vorfall nie angezeigt worden sei. "Wenn man nichts weiß, kann man nichts dagegen unternehmen", so Bieringer.

Noch unklar, ob Hautlappen korrekt anwächst
Am Freitag hatte der Rottweiler der kleinen Amelie bei der Attacke einen etwa 20 Zentimeter langen und fünf Zentimeter breiten Hautlappen vom Kopf gerissen. Der Hautfetzen wurde noch am Freitag im Salzburger Kinderspital angenäht. Heinrich Schubert, plastischer Chirurg des Salzburger Krankenhauses "Barmherzige Brüder", leitete die mehrstündige Operation.

Nach dem Verbandswechsel am Montag stand noch nicht fest, ob der Hautlappen optimal anwächst. Eine Aussage darüber könne erst beim nächsten Verbandswechsel am kommenden Donnerstag oder Freitag getroffen werden, sagte die Sprecherin der Salzburger Landeskliniken, Beate Erfurth. Die Abgabe von Antibiotika an die Patientin habe jedenfalls eine mögliche Infektion durch Keime des Tieres bisher verhindern können. Die Infektionsgefahr könne aber steigen, wenn der Hautlappen nicht ordentlich anwächst, so Erfurth.

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