Fr, 24. November 2017

Krater auf Parkplatz

05.05.2011 08:24

Stadt Wien lässt ihr Vierbeiner-Asyl in Vösendorf im Stich

Immer dramatischer wird die Lage im desolaten Wiener Tierschutzhaus in Vösendorf, Bezirk Mödling. Nachdem oft Teer aus dem von einer Raffinerie verseuchten Untergrund dringt und Technikstollen wegen Giftalarm gesperrt sind, gab es jetzt einen weiteren Schock für die Mitarbeiter: Auf dem Parkplatz brach plötzlich der Erdboden ein.

"Was muss noch alles passieren, bis die Eigentümer des Areals handeln?" Madeleine Petrovic ist verzweifelt. Die Obfrau des Wiener Tierschutzvereins, der das Vierbeiner-Heim in Vösendorf betreibt, schlägt Alarm: Das Gebäude an der B17 wird immer mehr zur Bruchbude, aus dem Boden dringt ein gefährlicher Chemie-Cocktail – aber die Stadt Wien als Grundbesitzerin sieht offenbar noch keinen Grund zum Einschreiten. Jetzt ist das verseuchte Erdreich neuerlich in Bewegung geraten. Petrovic: "Am Parkplatz klafft nun plötzlich ein tiefes Loch. Wir brauchen endlich ein Areal für einen Neubau!"

Ortschef: "Seit der Wahl in der Hauptstadt herrscht Stillstand."
Geeignete Parzellen vor Ort besitzen die Wiener, wie Vösendorfs Bürgermeister Friedrich Scharrer bestätigt: "Es gab ja Gespräche. Aber seit der Wahl in der Hauptstadt herrscht Stillstand."

Es heißt, im Wiener Rathaus setze man darauf, dass das derzeitige Tierschutzhaus noch vier bis fünf Jahre übersteht. Scharrer ist skeptisch: "Ich glaube nicht, dass das wirklich so lange hält!"

von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung
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