Fr, 24. November 2017

In Ungarn verhaftet

03.05.2011 14:27

Einbrecherbande nach Österreich ausgeliefert

Einer Bande, auf deren Konto Einbrüche in Werkstätten und Lagerhäuser im Burgenland mit einem Schaden von rund 67.000 Euro gehen sollen, haben Ermittler aus Österreich und Ungarn gemeinsam das Handwerk gelegt. Die Gruppe war nicht nur im Burgenland am Werk: Auch in Oberösterreich und in Niederösterreich, wo gegen die Männer EU-Haftbefehle erwirkt worden waren, sollen Bandenmitglieder zugeschlagen haben.

Bei einem Einbruch in einem Landmaschinenfachgeschäft in Holzschlag (Bezirk Oberwart) im April vergangenen Jahres mussten die Einbrecher ihr Fahrzeug zurücklassen, als unvermutet eine Polizeistreife auftauchte. Das Fluchtauto und Hinweise eines Zeugen brachten die Polizisten dann auf die richtige Spur.

Sechs Ungarn im Alter von 18 bis 30 Jahren konnten in den vergangenen Monaten als mutmaßliche Täter ausgeforscht werden. Kriminalisten aus Oberwart und Jennersdorf sowie vom Landeskriminalamt Burgenland arbeiteten dabei mit ihren ungarischen Kollegen zusammen.

Bei insgesamt acht Einbrüchen im Südburgenland und in Großhöflein (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) hatten die Täter Motorsägen, Motorsensen, Heckenscheren und andere Arbeitsgeräte erbeutet. Das Diebesgut wurde dann in Ungarn verkauft. Die Coups wurden im Zeitraum von August 2009 bis April 2010 verübt.

Nicht nur im Burgenland aktiv
Nachdem die Bande aufgeflogen war, wurden die Mitglieder von der Kriminalpolizei im ungarischen Körmend verhaftet. Der letzte der mutmaßlichen Täter wurde vor etwa eineinhalb Wochen nach Österreich ausgeliefert. Die Beschuldigten - sie wurden in die Justizanstalten Eisenstadt und St. Pölten überstellt - zeigten sich bei ihren Vernehmungen großteils geständig, berichtete die Sicherheitsdirektion Burgenland am Dienstag.

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