Mo, 19. Februar 2018

Eishockey-WM

30.04.2011 18:26

ÖEHV-Team verliert Auftakt gegen USA glatt mit 1:5

Zum Auftakt der Eishockey-A-WM in der Slowakei hat Österreichs Team die befürchtete Niederlage erlitten: Die ÖEHV-Auswahl musste sich am Samstag in Kosice gegen die USA klar mit 1:5 (0:2, 1:1, 0:2) geschlagen geben. Für die favorisierten US-Cracks trafen Chris Kreider (15.), Blake Wheeler (18.), Mike Brown (39.), Kevin Shattenkirk (43.) und Craig Smith (57./PP).

Die Österreicher hielten das Spiel fast zwei Drittel offen, kamen allerdings nur durch Marco Pewal (35.) zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschluss. Damit läuft alles - wie zu erwarten war - auf ein entscheidendes Spiel um den Klassenerhalt gegen Norwegen am Mittwoch (16.15 Uhr) hinaus. Zunächst wartet aber am Montag (20.15 Uhr) noch Schweden, der zweite Favorit der Gruppe C.

Starker Beginn der US-Boys
Im Gegensatz zur Generalprobe, die das US-Team in Innsbruck nur mit 3:2 gewonnen hatte (Bericht in der Infobox), waren die US-Boys von der ersten Minute an hellwach. In den ersten Minuten kamen die Österreicher kaum aus dem eigenen Drittel, konnten sich danach aber vom großen Druck der Anfangsphase ein bisschen befreien.

Ein schwerer Tormannfehler verhalf den US-Amerikanern aber zur Führung. Kreider setzte sich gegen Kapitän Gerhard Unterluggauer durch, schob den Puck an Jürgen Penker vorbei ins kurze Eck (15.) und machte sich damit selbst ein kleines Geschenk an seinem 20. Geburtstag. Auch beim zweiten Treffer, dem ein Fehlpass von Michael Raffl vorausging, machte Penker keine gute Figur. Wheeler schoss neuerlich ins kurze Eck ein (18.).

ÖEHV-Team mit Schwächen im Powerplay
Doch die Mannschaft von Bill Gilligan ließ sich nicht entmutigen. Der Außenseiter spielte im Mitteldrittel mit, konnte zunächst aber selbst aus einem Zwei-Mann-Überzahlspiel für 1:18 Minuten kein Kapital schlagen. In der 35. Minute gelang Marco Pewal nach Pass von Thomas Raffl doch der Anschlusstreffer, der die Hoffnungen auf eine Sensation leben ließ.

Brown stellte aber noch vor der zweiten Pause den Zwei-Tore-Polster für die USA wieder her (39.). Das US-Team kam danach nicht mehr in Gefahr, Shattenkirk und Smith fixierten in der Schlussphase den klaren Sieg.

Stimmen zum Spiel
Bill Gilligan (Teamchef Österreich): "Am Anfang haben wir die Scheibe nicht gehalten, zu hektisch gespielt. Im zweiten Drittel haben wir besser gespielt und uns gefunden. Aber wir haben leichtsinnige Pässe gemacht, fast alle Tore sind aus Kontern entstanden, man wird schnell bestraft. Ich glaube nicht, dass wir so schlecht gespielt haben, aber wir haben keine Tore gemacht. Einige unserer Leistungsträger hatten keinen guten Tag. Die Amerikaner sind zu oft zu schnell unbehindert vor unserem Tor aufgetaucht, ohne dass ein Spieler Abwehr geleistet hätte. Er (Penker) wird selber zugeben, dass er ein Tor hätte unbedingt halten müssen. Aber wir müssen vor ihm besser spielen und mehr Gegenwehr zeigen. Die ersten drei Tore sind aus Angriffen in Überzahl entstanden. Wir hätten da besser organisiert und orientiert sein müssen, wir können so einem Gegner nicht so viele Chancen und Freiheiten geben. So können wir nicht spielen."

Scott Gordon (Teamchef USA): "Wir haben gewusst, dass Österreich eine kampfstarke Mannschaft ist. Wir haben vom Vorbereitungsspiel gelernt und im ersten Drittel sehr gut gespielt. Im Mitteldrittel sind wir durch Strafen ein bisschen in Schwierigkeiten gekommen."

Gerhard Unterluggauer: "Im ersten Drittel waren wir nicht gut, da waren wir zu nervös. Wir haben viel zu viel die Scheibe verloren. Mit dem Tor zum 1:2 sind wir zurückgekommen. Aber aus dem Powerplay müssen wir mehr machen, vor allem 5-gegen-3. Wir haben zeitweise gut gespielt und hatten zeitweise leichtes Chaos, das müssen wir abstellen. Amerika hat eine sehr gute Mannschaft, sie haben teilweise sehr viel Druck gemacht und sehr körperbetont gespielt. Es war aber nicht alles schlecht, wir hatten ein paar gute Angriffe. Schweden ist der nächste große Brocken. Sie sind läuferisch sicher sehr gut, wir müssen kompakter spielen."

Matthias Trattnig: "Das Tempo war um einiges höher wie in der letzten Partie (Anm.: am Mittwoch gegen USA). Sie hatten einen guten Plan, sie sind sehr schnell und körperlich stark. Das hat alles sehr schwer gemacht. Phasenweise waren wir nicht so schlecht, aber wir müssen in den Zweikämpfen besser werden. Wir schenken zu leicht die Scheibe her, sie kommen dann mit vollem Karacho."

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