Sa, 26. Mai 2018

Deine Meinung zählt!

28.04.2011 17:04

Das sagen krone.at-Leser zum Thema "Datenklau"

Wer nutzt sie nicht, die zahlreichen Online-Plattformen, die wie selbstverständlich eine Vielzahl unserer Daten zur Anmeldung abfragen oder sie in regelmäßigen Abständen von uns "Usern" ganz freiwillig aktualisiert bekommen? Wer könnte schon behaupten, sich wirklich und vollkommen anonym im Internet bewegt zu haben? Noch nie in einer Community gewesen zu sein? Noch nie ein Buch via Online-Shop bestellt zu haben?

Überall gelangen Adressen, Profile sowie private Informationen (wie Bankverbindungen, Kreditkartendaten u.ä.) in die Hände von Unternehmen, die sich dafür verbürgen, sorgsam mit dem ihnen entgegengebrachten Vertrauen umzugehen. Doch was passiert, wenn etwas schiefgeht?

"Selbst schuld" ist der Kern der Aussage von gwisssteirisch. Er sieht eine reale Gefahr darin, freiwillig alles Mögliche - und vor allem Private - ins Internet zu stellen. Und dann "wundere man sich, wenn jemand das Zeug auch liest".

Dieser Meinung schließt sich auch ein anderer User an. Er selbst nutzt zwar gewisse Angebote im Internet, achtet aber stets darauf, was er online stellt – so auch bei Fotos. Vollkommen unverständlich ist für ihn, wie man dazu kommt, "Wochenendbesäufnisse" oder "Bikinifotos vom Strand" der Öffentlichkeit preiszugeben.

Diese Ansicht zumindest klingt - wenn man nicht gerade Personalleiter einer zu Recht an ihren künftigen Mitarbeitern interessierten Firma ist - doch recht plausibel. Gestellte Bewerbungsfotos geben schließlich über Charakter und Auftreten eines Kandidaten nur mäßig Auskunft. Da können Google und Facebook zur "Detailansicht" schnell mal behilflich sein.

Genau deshalb hat marchfelderin diese Angebote nur aus Neugierde und in eingeschränktem Maße ausprobiert. Auch sie rät dazu, im Internet mit persönlichen Daten sparsam zu sein. Gedanken könne man schließlich auch "real austauschen".

Dafür springen auch putzmunter und gothicmausi in die Bresche. Letztere ist immer beeindruckt, wenn sie sieht, dass ihre Freunde zwei bis 300 Freunde haben: "Da ist dann der Franzi vom Nebenhaus dabei, mit dem redet man im realen Leben kein Wort, aber bei Facebook erzählst ihm alles".

Beim Thema "sensible Kundendaten" sind soziale Netzwerke aber sicher nur eine Seite der Medaille. Urlaube und Reisen sind schnell im Internet gebucht, Gegenstände aller Art schnell gekauft. Überall fließen Informationen, im Gegenzug erleichtern die vielfältigen Angebote auch das Leben. User Roughrider sieht davon ab, alles pauschal zu verurteilen. Vermutlich sarkastisch warnt er seine Opponenten vor der "bösen neuen Welt und den bösen Computern". Aber ist der Fortschritt die Einbußen aufseiten der Privatsphäre wert?

Im aktuellen Fall Sony dürfen sich die User der zahlreichen angebotenen Plattformen nun auf "besondere Wachsamkeit" einstellen, denn mit den ergaunerten Daten lässt sich so manches Schindluder anstellen. Solche "Kleinigkeiten" muss man schon akzeptieren, wenn es gut für die Wirtschaft ist, meint RobinWood in wohl leicht ironischer Weise. Er sieht uns schon als durch "Rabattkarten" gefertigten, gläsernen Menschen, der durch eine Werbung gefördert wird, die Erreichbarkeit (und weitergedacht wohl parallel auch Bequemlichkeit und Sparmaßnahmen) zu einem Muss erhebt. "Das RL [Reallife] ist sowieso Kacke ...", so Roughrider, der es auf den Punkt bringt.

dieblauelise ist sogar mithilfe von Facebook mit ihrem Liebsten zusammengekommen und könnte am Ende zwar ganz gut ohne das Netzwerk, ohne ihn aber nicht mehr leben.

Vor- und Nachteile dieses Themas liegen also laut Usern des Talksalons wie so oft eng beieinander. Am Ende bleibt wohl nur, sich das Vorhandensein von Pro und Kontra im Bewusstsein zu halten und aufmerksam zu hinterfragen, wem man welche sensiblen bzw. persönlichen Daten anvertraut - und welche Gefahren damit verbunden sind.

Deine Meinung ist gefragt. Diskutiere mit im Talksalon-Thread „Facebook & Co eine Sucht, Gefahr?“ oder poste deine Meinung gleich als Storykommentar unten.

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