Mo, 28. Mai 2018

Solarien im Test

26.04.2011 15:42

Anbieter spielen mit der Gesundheit ihrer Kunden

Für Jugendliche und sonnenbrandgefährdete Personen sind Sonnenstudios tabu, doch viele Anbieter halten sich nicht an gesetzliche Vorgaben und spielen mit der Gesundheit ihrer Kunden, warnt der "Konsument" in seiner jüngsten Ausgabe und klärt auf, was jeder vor einem Besuch in einem Solarium zu seiner eigenen Sicherheit wissen sollte.

Laut Weltgesundheitsorganisation WHO ist der Besuch eines Solariums auf die höchste Risikostufe für Krebserkrankungen zu setzen. Grund genug, dass Betreiber von Sonnenstudios für höchstmögliche Sicherheit sorgen. Leider tun sie das nicht immer, wie der "Konsument" in einem Test feststellen musste.

Für Jugendliche und Kinder gilt in Österreich seit September 2010 grundsätzlich Solariumsverbot. Junge Haut ist empfindlicher und dünner als jene von Erwachsenen, ihr fehlt die Fähigkeit, Hornhaut zu bilden, die einen schwachen Schutz vor US-Strahlung bietet. Solarienbetreiber sind verpflichtet, Jugendliche wegzuschicken. Laut Test passiert das aber nicht immer. In sechs von 15 getesteten Studios hätte ein Jugendlicher ohne Probleme auf die Sonnenbank gedurft.

Gesundheitsgefahr für Hellhäutige
Auch Personen mit sehr heller Haut (Hauttyp 1 und auch Hauttyp 2) sollten Solarien unter keinen Umständen aufsuchen, da eine gesundheitliche Gefährdung besteht. Laut "Konsument" sollten sich Kunden vor der Besonnung vom Personal beraten lassen. Sehr hellhäutigen Menschen sollte von der Bestrahlung abgeraten werden. Testergebnis: Nur in zwei Studios wurde der Testperson mit sehr heller Haut eine Bestrahlung verwehrt.

Ebenfalls gemessen wurde die Strahlendosis in den Geräten. Gleich in neun Studios - also mehr als der Hälfte - war die Dosis viel zu stark, um noch als sicher zu gelten. In einer Sonnenbank sei die Strahlung sogar stärker als jene der Äquatorsonne gewesen. In sechs Fällen erreichte die Strahlung äquatoriale Bedingungen. Auch Hochgebirgsbedingungen und pralle Sommersonne wurden vorgefunden.

Über Gefahren in Zusammenhang mit Medikamenteneinnahme oder das Vermeiden von Kosmetika wurde in keinem Studio informiert. Schutzbrillen wurden nur in vier Studios ausgehändigt. Der "Konsument" rät, unbedingt auf einer Schutzbrille bestehen. Make-up, Deo und sonstige Kosmetika sind im Sonnenstudio tabu. Am Tag einer künstlichen Bestrahlung sollte zusätzlich kein Sonnenbad genommen werden.

Die lahme Erklärung der Betreibung? Man arbeite wie in der Branche üblich auch mit "Aushilfen". Unser Rat: Wer sich unbedingt die Bräune in einem Solarium holen will, sollte sich nicht darauf verlassen, dass er im Studio gut beraten wird. Bitte nachfragen und im Zweifel lieber bleiben lassen.

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