Fr, 25. Mai 2018

Rauch-Nachfolger

26.04.2011 15:44

ÖVP-Tirol präsentiert Malaun als Geschäftsführer

Der neue ÖVP-Hauptgeschäftsführer, Martin Malaun (Bild), ist am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck präsentiert worden. Ebenfalls in den Vorstand der ÖVP-Tirol aufgenommen wurde Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle.

Malaun wird die Nachfolge von Landtagsabgeordneten Hannes Rauch mit 1. Juni antreten. Rauch wechselte bei der jüngsten Regierungsumbildung als ÖVP-Generalsekretär nach Wien. Malaun war bereits unter Alt-LH Wendelin Weingartner Organisationschef der Tiroler ÖVP. Danach war er Geschäftsführer der von ihm gegründeten PR-Agentur "Headquarter" in Tirol.

"Schnellschüsse sind nicht vorgesehen"
Vor seinem Amtsantritt wolle er sich ein genaues Bild von der Partei machen und viele persönliche Gespräche führen, sagte Malaun. Für seine Arbeit sei ein motiviertes Team erforderlich. "Schnellschüsse sind nicht vorgesehen", betonte Malaun. Wenn die Partei zeige, dass sie Substanz habe, dann würden auch bei den nächsten Wahlen die Tiroler der ÖVP wieder ihr Vertrauen schenken, gab sich Malaun optimistisch.

Mit seinen Aufgaben vor 20 Jahren sei die Arbeit, die ihn nun erwarte, nicht zu vergleichen, betonte Malaun. Malauns Agentur war unter anderem für die Entwicklung des heftig diskutierten Innsbruck-Logos mit Apostroph sowie den ÖVP-Wahlkampf in Wien verantwortlich. Aus seiner Firma "Headquarter" will sich Malaun komplett zurückziehen. Ein politisches Mandat strebt er nach eigenen Angaben nicht an.

Der zukünftige ÖVP-Hauptgeschäftsführer ist studierter Jurist, 49 Jahre alt und Vater von drei Töchtern. Als "absoluter Profi" wurde Malaun von Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) vorgestellt. Die ÖVP wolle sich noch mehr als Themen- und Zukunftspartei in Tirol positionieren, kündigte Platter an. Für ihn sei der heutige Tag ein sehr erfreulicher, erklärte der Landeshauptmann. Durch die Ernennung Rauchs zum ÖVP-Generalsekretär werde die Achse Wien-Tirol weiter gestärkt.

Opposition zeigt sich kritisch
Kritische Stimmen kamen naturgemäß von der Opposition. "Ich würde gerne wissen, ob und wenn ja wie viele Aufträge die Werbeagentur 'Headquarter' von der öffentlichen Hand, insbesondere vom Land Tirol, ohne Ausschreibung erhalten hat", fragte FPÖ-Landespartei- und Landtagsklubobmann LAbg. Gerald Hauser in einer Aussendung am Dienstag.

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