Sa, 24. Februar 2018

Stürmische Ostern

26.04.2011 12:15

Tornado fegte durch Flughafenterminal in Missouri

Gewaltige Tornadostürme haben am Osterwochenende mehrere Regionen in den US-Bundesstaaten Missouri, Arkansas und Mississippi heimgesucht und zu Verwüstungen und Überschwemmungen geführt. Die Wucht der "Twister" zeigt am eindrucksvollsten ein Überwachungsvideo vom Flughafen von St. Louis in Missouri, wo am Freitag eine heftige Sturmböe durch ein Terminalgebäude fegte.

Binnen weniger Sekunden verwandelt sich der von der Kamera erfasste Gang am Flughafen Lambert-St.-Louis in einen Windkanal, durch den Blechabdeckungen und Einrichtungsgegenstände von Cafés und Boutiquen fliegen. Sicherheitsmitarbeiter und Passagiere suchen Zuflucht in den Seitengängen, während der Tornado mit Spitzengeschwindigkeiten von 265 km/h über den Flughafen hinwegbraust.

Nach kurzer Zeit ist der Spuk vorbei, der heftigste Tornado in Missouri seit 44 Jahren überstanden. Neben der Verwüstung im Terminal entstand auch an mindestens acht Flugzeugen erheblicher Sachschaden, der Airport blieb für 24 Stunden gesperrt.

"Es ist ein Wunder, dass hier niemand ungekommen ist", berichten US-Medien. Tatsächlich gab es in der 300.000-Einwohner-Stadt St. Louis keinen einzigen Todesfall zu beklagen. Durch den Tornado wurden aber 2.700 Gebäude zerstört, mehr als 50.000 Haushalte waren stundenlang ohne Strom, die Hälfte davon sogar bis zum Karsamstag. Die Aufräumarbeiten konnten wegen des anhaltenden Schlechtwetters erst am Ostersonntag beginnen.

Tote und Überschwemmungen
Das ganze Osterwochenende über gab es aus den drei Bundestaaten Missouri, Arkansas und Mississippi immer wieder Tornado-Berichte. Ein Sturm hat am Montagabend die Stadt Vilonia in Arkansas verwüstet. Zwei Menschen kamen ums Leben, drei weitere Menschen wurden getötet, als Wassermassen ihre Autos im Nordwesten des Staates von der Straße spülten.

Wegen der heftigen Regenfälle sind zahlreiche Gemeinden und Städte in den Tälern des Mississippi, des Missouri und des Ohio von Hochwasser bedroht. "Die Stadt ist verschwunden", sagte Sheldon Brock, eine Bewohnerin von Vilonia. Der Sturm hinterließ eine fünf Kilometer breite Schneise der Verwüstung. 50 bis 60 Personen würden noch vermisst, sagte der Feuerwehrkommandant der Stadt, Keith Hillman. Allerdings gehe er davon aus, dass die meisten von ihnen lediglich nicht erreichbar seien. Er rechne nicht damit, dass die Zahl der Todesopfer stark steigen werde, sagte er.

In der Stadt Poplar Bluff in Missouri befürchteten die rund 7.000 Einwohner einen Bruch des aufgeweichten Deiches. Etwa 1.000 Häuser wurden bereits evakuiert. Seit Mitte April wüten die Tornados im Süd- und Mittelwesten der USA. Den Hunderten Stürmen der vergangenen Wochen folgten heftige Regenfälle, und vielerorts halten nur noch die Dämme das Wasser aus den Städten fern.

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