Fr, 25. Mai 2018

Klagenfurter helfen

27.04.2011 12:12

Nach Reihenhaus-Brand: Neue Bleibe für die Betroffenen

Nach dem Brand in der Nacht auf Ostersonntag in einer Klagenfurter Reihenhaussiedlung, bei dem die Bewohner zum Teil ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben, wollen viele Klagenfurter den Betroffenen helfen. Bürgermeister Christian Scheider: "Die Spendenangebote, die wir über Facebook erhalten haben, reichen von Geschirr, Bettwäsche, Handtüchern bis hin zu Betten und Fernsehern." Auch aus öffentlicher Hand gibt es Unterstützung: Für die Betroffenen wurden neue Wohnungen sowie Lebensmittelgutscheine und die Erstausstattung fürs neue Zuhause organisiert.

Da der Schicksalsschlag auch Familien mit Kindern und Mindestrentner getroffen hat, gibt es von Bürgermeister Christian Scheider finanzielle Hilfe aus dem Sozialfonds. Beim städtischen Fundamt können sich die Brandopfer zudem mit Dingen des täglichen Gebrauchs eindecken und es gibt Gutscheine für den Sozialmarkt sowie für die Volksküche.

Einer der Betroffenen ist Maximilian S. "Ich habe nichts mehr. Ich habe alles verloren", ist er fassungslos und starrt in die Brandruine, die bis vor wenigen Tagen noch sein Zuhause war. Auch die 69-jährige Maria R. steht vor dem Nichts. Die 750-Euro-Mindestrentnerin ist nicht einmal versichert. Eine Nachbarin half ihr im ersten Moment mit Kleidung aus, denn die Frau war lediglich mit Nachthemd bekleidet vor den Flammen davongerannt.

Angst vor jungen Einbrechern
Die Nachbarn Karl B. und seine Gattin Ilse sind unterdessen dabei, ihre Wohnung zu lüften: "Ich der Nacht können wir unsere Häuser aber nicht offen lassen, weil bereits unbekannte Jugendliche eingestiegen sind." Stadtrat Wolfgang Germ organisierte daher eine nächtliche Bewachung der beschädigten Reihenhäuser.

Lebensretter ausgezeichnet
Dass beim Großfeuer niemand schlimmer verletzt wurde, ist übrigens Siegfried K. (21) zu verdanken: "Ich war gerade vom Osterfeuer auf der Schleppe Alm heimgekommen, als ich den Brandgeruch wahrnahm", erzählt der junge Mann. "Dann war mein Gedanke nur noch, ich muss die Leute aus ihren Wohnungen holen." Am Dienstag wurde er als kleine Anerkennung für seinen Einsatz im Rathaus mit einer Lebensretterurkunde und einer Medaille ausgezeichnet.

Für all jene, die den Betroffenen helfen wollen, wurde ein Spendenkonto mit der Bezeichnung "Opfer der Brandkatastrophe 1.-Mai-Straße" unter der Kontonummer 100051564, Bankleitzahl 42130, eingerichtet.

von Wilfried Krierer (Kärntner Krone) und kaerntnerkrone.at

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