Fr, 24. November 2017

„Geldeintreiberei“

25.04.2011 18:19

ASFINAG will Geld für Hinweis auf die Burg Hohenwerfen

Osterpost, die ihn nicht freut, hat zuletzt Landesrat Walter Blachfellner von der ASFINAG erhalten. Im Zuge ihrer Verpflichtung, für Sondernutzungen entlang der Autobahnen - wie das Aufstellen von Kulturhinweistafeln - Entgelt zu lukrieren, geht es um die Burg Hohenwerfen. Für den Landesrat nicht mehr als "Geldeintreiberei".

Seit 2001 bestehen ASFINAG-weit einheitliche Tarife für derartige Hinweisschilder. Wobei die Autobahn- und Schnellstraßengesellschaft ohnehin der Meinung ist, dass dieser Kulturtarif als ausgesprochen günstig - verglichen mit üblichen Werbesätzen - einzustufen sei. Derzeit beläuft sich das Entgelt auf 880 Euro pro Tafel und Jahr, hinzu kommen einmal 220 Euro für das Aufstellen.

Nun habe man bei einer Routineüberprüfung bemerkt, dass im Fall des Hohenwerfen-Kulturschildes 2001 kein Vertrag abgeschlossen wurde. Das gehe aber im Sinne der Gleichbehandlung nicht.

Blachfellner ist empört
Blachfellner, der schon 2006 nicht verhehlte, der Umstrukturierung der ASFINAG in vier Servicegesellschaften nicht viel abzugewinnen, ist empört: "Für mich ist das eine reine Geldeintreiberei um ein Übermaß an Bürokratie über zusätzliche Einnahmen zu finanzieren. Und das noch zulasten von Kultureinrichtungen." Ihm gehe es nicht um eine Lex Hohenwerfen, er wende sich prinzipiell gegen diesen Kultur-Euro.

"Ich sehe darin nur eine Geldbeschaffung, die die sinnlosen Doppelgleisigkeiten bedienen muss, die durch die seinerzeitige ASFINAG-Aufsplitterung in vier neue Servicegesellschaften mutwillig erzeugt wurden", so Blachfellner.

Kronen Zeitung
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