Di, 20. Februar 2018

Fatale Mutprobe

24.04.2011 10:35

18-Jähriger stürzt in Osterfeuerglut - schwer verletzt

Der Karsamstag hat mit seinen zahlreichen Brauchtumsfeuern in der ganzen Steiermark nicht überall für Freude gesorgt: Im obersteirischen Allerheiligen wollte ein 18-jähriger Lehrling über die Glut des Osterfeuers laufen, stolperte und zog sich schwere Verbrennungen zu. In Kobenz griffen die Flammen eines kleinen Osterfeuers durch Funkenflug auf eine Wagenhütte über. Am Nachmittag verletzte sich ein 51-Jähriger zudem beim Böllerschießen.

Der 18-jährige Bursche aus Mürzhofen war gegen 1 Uhr noch zu Besuch bei einer Feier neben dem Osterfeuer in Allerheiligen (Bezirk Mürzzuschlag). Laut Polizei dürfte der Lehrling aus Übermut auf die Idee gekommen sein, über die Glut zu laufen. Dabei stolperte er aber.

Der Jugendliche wurde mit schweren Verbrennungen an Beinen, Armen und im Gesicht in die plastische Chirurgie des LKH Graz gebracht und stationär aufgenommen. Dort habe er Sonntag früh bereits seine erste Operation gut überstanden. Lebensgefahr bestehe nicht, so die Beamten.

Wagenhütte in Knittelfeld in Flammen
Bereits zwei Stunden davor, gegen 23 Uhr, mussten gleich neun Feuerwehren aus dem Bezirk Knittelfeld zu dem Brand der Wagenhütte ausrücken. Ausgebrochen war dieser durch das etwa 20 Meter entfernte Osterfeuer. Funkenflug hatte erst einen Holzstoß in Brand gesetzt, dann griffen die Flammen auf den Dachstuhl der Hütte über. Durch den raschen Einsatz der Helfer konnte Schlimmeres verhindert werden. Verletzt wurde niemand.

Unternehmer von Böller in Gesicht getroffen
Zuvor war es gegen 16 Uhr zu einem weiteren Unfall im Rahmen der Osterfeierlichkeiten gekommen: Der 51-jährige Sägewerk-Betreiber aus Gobernitz (Bezirk Knittelfeld) wollte auf seinem Grundstück anlässlich der Fleischweihe einen Böller abfeuern. Doch beim Entzünden der Schnur dürfte der aus Eisen gebaute und mit Schwarzpulver, Sägespänen und Ziegelstaub gefüllte Böller umgefallen sein. Als er detonierte, traf er den Unternehmer im Gesicht und an der Schulter. Im LKH Bruck/Mur stellten die Ärzte schwere Verletzungen fest.

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