So, 20. Mai 2018

Familie verzweifelt

24.04.2011 09:22

Tot geglaubter Austro-Fotograf in Libyen inhaftiert

Seit mehr als zwei Wochen fehlt von dem österreichischen Fotografen Anton Hammerl in Libyen bereits jede Spur. Die Familie befürchtete bereits das Schlimmste. Am Freitag dann doch ein erster hoffnungsvoller Lichtblick: Die libysche Regierung ließ verlautbaren, dass der 41-Jährige in Gefangenschaft sei, bald jedoch telefonieren dürfe...

"Fantastische Neuigkeiten, auf die wir alle schon so lange gewartet haben. Dafür sind wir sehr dankbar. Die vielen Spekulationen der letzten Tage waren schrecklich", so Penny Sukhraj, Ehefrau von Anton Hammerl, in einem Interview. Seit Anfang April bereits fehlte von dem in Südafrika geborenen Österreicher jede Spur – niemand wusste, was mit dem mehrfach preisgekrönten Fotografen während seines Einsatzes in Libyen passiert ist.

Kollegen demonstrieren für Hammerl
Doch die Vermutung lag nahe, dass der 41-Jährige – falls überhaupt noch am Leben – von Gadafi-Truppen gefangen gehalten wird. Umgehend wurde vom österreichischen Außenamt ein politisches Netzwerk eingeschaltet, Hunderte Kollegen des Österreichers zogen diese Woche für seine Freilassung sogar durch die Straßen in Johannesburg (siehe Bild oben).

Mit zumindest einem Teilerfolg: Freitag gab Libyen bekannt, Anton Hammerl wegen illegaler Einreise verhaftet zu haben, er sei wohlauf und dürfe schon bald mit seiner Familie telefonieren. Penny Sukhraj: "Jetzt wissen wir wenigstens, dass mein Mann noch am Leben ist. Wann das Telefonat über die Bühne gehen soll, wurde uns allerdings noch nicht mitgeteilt."

von Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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