Fr, 25. Mai 2018

Spiel gedreht

23.04.2011 20:23

Wacker bringt Red Bull auswärts mit 3:2 zu Fall

Wacker Innsbruck hat am Samstagabend das umkämpfte West-Derby in der tipp3-Bundesliga mit 3:2 für sich entschieden. Dabei war Red Bull Salzburg nach 0:1-Rückstand sogar mit 2:1 in Führung gelegen, die Tiroler drehten das Spiel aber noch und gingen als Sieger vom Platz. Rapid setzte sich zeitgleich gegen Wiener Neustadt mit 4:1 durch, Mattersburg und der LASK trennten sich mit 1:1.

Der neue Salzburg-Trainer Ricardo Moniz hatte im West-Derby mit mehreren Umstellungen überrascht. Der von Vorgänger Huub Stevens abgeschobene Nikola Pokrivac ersetzte im Mittelfeld den gesperrten Simon Cziommer, auf der Bank nahm nach langer Leidenszeit auch Johan Vonlanthen Platz. Links im Mittelfeld begann erstmals U21-Teamspieler Georg Teigl, im Sturm erhielt Alan nach seinen drei Toren vergangene Woche gegen Sturm (3:0) den Vorzug gegenüber Roman Wallner.

Eine kalte Dusche gab es aber bereits zum Start. Wacker-Stürmer Burgic verwirrte nach einer Freistoß-Flanke von Merino Salzburg-Keeper Eddie Gustafsson, den Abpraller verwertete Perstaller aus kurzer Distanz. Den ersten Rückschlag steckten die Bullen vor 12.100 Zuschauern noch gut weg, übernahmen nach dem Ausgleich klar das Kommando. Dudic, der in der Innenverteidigung Sekagya verdrängt hatte, hatte nach Leitgeb-Freistoß eingeköpfelt.

Teigl wurde in der 20. Minute erstmals mit einer Einzelaktion samt Schuss knapp am Tor vorbei vorstellig. Drei Minuten später nützte Zarate einen Querpass des schnellen 20-Jährigen, den der früh für den verletzten David Mendes eingewechselte Wallner verpasst hatte, zum 2:1. Für Teigl war es im zweiten Bundesliga-Auftritt der zweite Assist. Einen Volley nach Flanke von Bodnar setzte der Youngster aus kurzer Distanz ins Außennetz (36.).

Zuvor hatte Pokrivac zweimal die Chance auf dem Fuß gehabt. Der Kroate schob erst den Ball völlig freistehend am langen Eck vorbei (17.), kurz vor der Pause hatte Wacker-Ersatzkeeper Harald Planer mit seinem Freistoß Probleme (43.). Die Innsbrucker präsentierten sich wesentlich effizienter. Perstaller, der schon Anfang April in Wr. Neustadt (2:2) einen Doppelpack erzielt hatte, traf nach einer weiteren Merino-Freistoßflanke per Kopf.

Mit dem 3:2 avancierte Merino endgültig zum Matchwinner. Der Spanier spazierte völlig ungehindert durch die Salzburger Hintermannschaft, schoss zwischen die Beine von Gustafsson ein. Davor hatte Hauser noch eine Großchance für Innsbruck ausgelassen (57.), einen Fernschuss des Tirolers entschärfte Gustafsson (72.). Die Bullen waren nach Seitenwechsel deutlich zurückgefallen. Einen Wallner-Schuss parierte Planer (66.).

Rapid bezwingt Wiener Neustadt mit 4:1
Die entscheidende Szene vor 15.600 Zuschauern im Hanappi-Stadion ereignete sich nach einer halben Stunde. Einen Hofmann-Eckball beförderte Boris Prokopic per Kopf zu Salihi, der im zweiten Versuch erfolgreich war. Dass Rapids wieder anstelle von Jan Vennegoor of Hesselink aufgebotene Solospitze dabei einen halben Meter im Abseits stand, entging dem Schiedsrichter-Team.

Dieses hatte bei einer anderen Szene zuvor ein Tor von Markus Katzer aberkannt, nachdem der Verteidiger nach einem Freistoß von Kapitän Hofmann knapp aus dem Abseits gestartet war (16.). Gefährlich war der Rekordmeister trotz einer Feldüberlegenheit eigentlich auch nur bei Standardsituationen. Das reichte aber, um am Ende einen ungefährdeten Heimsieg einzufahren.

Salihi hätte sein Torkonto kurz vor der Pause erhöhen können, verpasste einen Kayhan-Stanglpass aber knapp (44.). Auch nach Seitenwechsel blieben herausgespielte Chancen Mangelware. Wieder musste eine Standardsituation herhalten: Die Rapidler Katzer und Patocka sowie Ramsebner fielen im Strafraum, Schüttengruber entschied auf Foul des Wiener Neustädters. Salihi ließ sich diese Möglichkeit mit einem eleganten Schupfer ins Netz nicht nehmen (68.).

Die Schöttel-Elf versuchte sich erst nach dem 0:2 in der Offensive. Ramsebner (70.) und der zukünftige Rapid-Profi Guido Burgstaller (76.) ließen auch Payer in Aktion treten. Das Tor schoss aber Hofmann per Freistoß, der an Freund und Feind vorbei im Gehäuse einschlug (82.). SC-Kapitän Aigner betrieb nach einem Patzer der grünweißen Abwehr Resultatskosmetik (84.), ehe auch der eingewechselte Saurer noch jubeln durfte (92.).

1:1 im "Kellerduell" Mattersburg - LASK
Für den LASK ging es quasi um die allerletzte Chance, das hatte auch Trainer Walter Schachner vor Anpfiff noch einmal bekräftigt. Dennoch präsentierten sich die Mattersburger in der Anfangsphase bissiger, zweikampfstärker und dadurch auch torgefährlicher. Lediglich dank Thomas Mandl gerieten die Linzer nicht früh in Rückstand. Der starke LASK-Schlussmann war bei Chancen von Patrick Bürger (6.) und Ronald Spuller (8.) hellwach.

Fast wie aus dem Nichts drehte der LASK nach einer knappen halben Stunde plötzlich auf. Haris Bukva bezwang zwar Mattersburg-Schlussmann Thomas Borenitsch, Alexander Pöllhuber rettete aber in höchster Not vor der Torlinie (28.). Sekunden später zwang Thomas Piermayr Borenitsch zu einer Parade (29.). Der offene Schlagabtausch ging weiter, als ein Kopfball des Mattersburgers Ilco Naumoski von Leonhard Kaufmann mit der Brust auf der Torlinie gestoppt wurde (33.).

Nach dem Wechsel ging es mit der Qualität der Partie bergab, dementsprechend blieben mit Ausnahme eines Kaufmann-Schusses (51.) auch nennenswerte Torchancen aus. Im Finish bekam Mattersburg wieder etwas Oberwasser, Mandl parierte aber auch einen Malic-Kopfball (72.). Ein Abstoß des Goalies leitete den vermeintlich entscheidenden "lucky punch" der Gäste ein. Justice Majabvi verlängerte per Kopf, Markus Schmidt patzte und Kogler schoss zum 1:0 ein (80.). Mit der letzten Aktion der Partie gelang Mattersburg der womöglich den Klassenerhalt sichernde Ausgleich. Nach Schuss von Alois Höller fälschte Bürger den Ball ins Mattersburger Tor ab (94.), allerdings aus klarer Abseitsposition.

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