Mi, 21. Februar 2018

Tod auf der Straße

21.04.2011 10:07

Putziger Osterhase kommt tausendfach unter die Räder

Im Moment spielt er - als putziger, schlappohriger Sympathieträger - die Hauptrolle rund um das Osterfest. Doch auf den Straßen kämpft er um sein Leben, wobei er verliert: 2.715 (offiziell gemeldete) Hasen wurden allein im Vorjahr auf steirischen Straßen totgefahren, die Dunkelziffer ist um ein Vielfaches höher. In Österreich sind es 27.555.

Früher sah man ihn oft am Straßenrand sitzen oder über Äcker flitzen - heute müsste Albrecht Dürer lange nach einem Model suchen, wollte er ihn malen. Denn der Feldhase ist selten geworden, erschreckend selten.

Lebensraum zerstört
Und Auto bzw. Straße sind sein großer Feind: "Verkehrsunfälle gehören zu den häufigsten Todesarten", weiß Christian Gratzer vom VCÖ. "Das dichte Straßennetz zerschneidet ihre Lebensräume komplett." So ist das putzige Schlappohr auf 20 Quadratkilometern umtriebig; im Schnitt sind dort mehr als 60 Kilometer Straßen! Da wird das Leben zum Überlebenskampf...

Auch "Bambi" ist häufig Opfer: 37.067-mal im Vorjahr; Fasane: 2.407. Da gehöre ein Umdenken her, ein Straßenbaustopp in schützenswerten Naturgebieten. Und das ist auch für die Erreichung des Klimaschutzziels laut VCÖ ohnehin unabdingbar.

von Christa Blümel, "Steirerkrone"

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