Fr, 24. November 2017

In 1.450 m Seehöhe

19.04.2011 17:50

„Kögerlalm“ im Pinzgau in Flammen aufgegangen

Die beliebte "Kögerlalm", eine Ausflugshütte am Übergang vom Salzachtal ins Gasteinertal in 1.450 Metern Seehöhe, ist in der Nacht auf Dienstag zum Raub von Flammen geworden Sechs Feuerwehrzüge mit 100 Mann waren im Einsatz, um die Hütte zu retten – vergeblich. "Es ist alles kaputt", so die geschockte Hüttenchefin Barbara Saller zur "Krone".

Im Jahr 2002 kaufte die Familie Saller (Lehenbauer in Bischofshofen) das Almgut im Gemeindegebiet von Lend-Teufenbach. Seither bewirtschaftete Mutter Barbara mit Sohn Martin von Mai bis Oktober die Alm, dieser Tage stand zudem der Almauftrieb kurz bevor. Doch in der Nacht auf Dienstag brach aus noch unbekannter Ursache ein Brand in der Hütte aus, gegen 1.14 Uhr ging der Alarm beim Bezirkspolizeikommando Zell ein. Sofort machten sich die Löschzüge aus Dorfgastein, Bad Hofgastein, Bad Gastein, Lend, Embach und Taxenbach mit mehr als 100 Mann auf den Weg von Dorfgastein über eine 13 Kilometer lange Forststraße in Richtung Hütte.

Bauern halfen mit Silowagen aus
"Als wir eintrafen stand die Hütte bereits im Vollbrand", erinnerte sich Willi Kössler, der Lender Ortsfeuerwehrkommandant. Für die Helfer war es ein schwieriger Einsatz: Nachdem es bei der Alm kein Wasser gab, musste ein Pendelverkehr eingerichtet werden. Die Nachbarschaftshilfe war allerdings groß: So stellten die Bauern sofort zwei Silowagen zur Verfügung, die mit Wasser befüllt wurden. Die Almhütte selbst brannte dennoch komplett nieder. "Das Stallgebäude konnten wir aber retten", so Kommandant Kössler.

Noch am Dienstag suchten Ermittler nach der Ursache, sie mussten ihre Arbeit aber wegen der Glutnester auf Mittwoch verschieben, die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest. Hüttenchefin Barbara Saller erinnerte sich im "Krone"-Gespräch: "Mitten in der Nacht läuteten mich zwei Polizisten aus dem Schlaf. Dann sagten sie mir das mit der Hütte". Unterkriegen will sie sich allerdings nicht lassen: "Jetzt heißt es so schnell wie möglich, alles wieder aufbauen! Dank des tollen Einsatzes der Feuerwehr konnte ja wenigstens der Stall gerettet werden. Und zum Glück wurde niemand verletzt!"

von Max Grill, Kronen Zeitung

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