Do, 24. Mai 2018

Cup-Viertelfinale

20.04.2011 22:54

Ried schlägt Sturm, Rapid serviert Mattersburg ab

Der Titelverteidiger ist im Viertelfinale des ÖFB-Cups gescheitert. Sturm Graz musste sich am Mittwoch in Ried mit 1:2 geschlagen geben. Erfolgreich war hingegen Rapid. Die Mannschaft von Neo-Trainer Zoran Barisic setzte sich zu Hause gegen Mattersburg problemlos mit 2:0 durch. Im Halbfinale trifft Ried nun auf Rapid, in der zweiten Partie stehen sich Kapfenberg und Austria Lustenau gegenüber.

Sturm war nach der 0:3-Heimniederlage gegen Salzburg schwach in die Partie gestartet, präsentierte sich in der Offensive ideenlos und in der Defensive fehleranfällig. Das gefürchtete Sturmduo Kienast/Szabics war in der ersten Hälfte überhaupt nicht zu sehen, erst mit der Einwechslung von Routinier Mario Haas zur Pause kam etwas mehr Bewegung ins Spiel. Auf der Gegenseite bereitete Rieds Solospitze Markus Hammerer einige Probleme.

Das Sturm-Tor hütete erstmals seit Mitte Februar Christian Gratzei statt Silvije Cavlina. Bei den Gegentreffern war der ÖFB-Internationale aber chancenlos. Hammerer hatte Hadzic eingesetzt, der mit einem sehenswerten Zuspiel auf Royer Übersicht bewies. Der 20-Jährige verwertete gegen seinen Ex-Klub mit seinem starken linken Fuß per Volley ins lange Eck - ein sehenswerter Treffer.

Ried wollte Elfmeter - aber Pfeife blieb stumm
Der mehrfach indisponierte Thomas Burgstaller patzte wenig später erneut, Hammerer ließ sich die Chance vor Gratzei aber entgehen (30.). Als Hadzic im Strafraum zu Boden ging, reklamierten die vor der Pause auch ohne ihr spanisches Trio - Carril fehlte verletzt, Guillem gesperrt und Nacho blieb auf der Bank - deutlich aktiveren Rieder vergeblich Elfmeter. Mevoungou hatte den Offensivspieler zu Fall gebracht (41.).

Nach dem Seitenwechsel kamen die Grazer vor 3.300 Zuschauern mit dem holprigem Boden und dem Gegner besser zurecht. Ein erster Schuss von Szabics ging knapp am Tor vorbei (54.), ein Kopfball von Burgstaller wurde zur sicheren Beute von Ried-Keeper Thomas Gebauer (64.). Auf der Gegenseite jagte der Liechtensteiner Martin Stocklasa dem Ball frei stehend über die Latte (69.).

Zwei Tore in der Nachspielzeit
Zwingende Torchancen für Sturm blieben aber aus, stattdessen schloss Hadzic in der Nachspielzeit einen Konter, den Stefan Lexa beinahe vertändelt hätte, mit einem wuchtigen Schuss zum 2:0 ab. Im völligen Trubel besorgte Mark Prettenthaler mit einer missglückten Kopfball-Rückgabe noch den Endstand - der erste Gegentreffer der Rieder im laufenden Bewerb.

Dennoch gelang dem Team von Paul Gludovatz die Revanche für die 0:1-Heimniederlage gegen Sturm im Halbfinale des Vorjahres. Der "Winterkönig" der Bundesliga, aktuell auf Tabellenplatz vier, hat damit sogar noch die Chance auf das Double. Ihren bisher einzigen Cupsieg hatten die Innviertler 1998 gefeiert.

Rapid ließ Mattersburg keine Chance
Rapid Wien gewann wenig später auch das zweite Spiel unter der Führung des neuen Cheftrainers Barisic. Die Wiener besiegten im Viertelfinale Mattersburg problemlos mit 2:0 (1:0) und dürfen weiter auf den ersten Pokal-Triumph seit 1995 hoffen. Für die Tore sorgten vor 11.200 Zuschauern im Hanappi-Stadion Jan Vennegoor of Hesselink (10.) und Markus Katzer (69.), die Gäste fanden keine einzige echte Torchance vor.

Bei den Rapidlern stand Vennegoor of Hesselink erstmals seit mehr als einem Monat wieder in der Startformation. Und der Niederländer bewies so wie sein neuer Trainer Basrisic einen guten Riecher. Nach einem eher harmlosen Schuss von Christoph Saurer entglitt der Ball Mattersburgs Tormann David Schartner und Vennegoor of Hesselink war als Abstauber zur Stelle (10.). Vier Tage zuvor hatte Schartner noch Rapids Erzrivalen Austria im Horr-Stadion mit zahlreichen Paraden zur Verzweiflung getrieben.

Rapid ließ als klar spielbestimmende Mannschaft Ball und Gegner laufen. Die Gäste legten ihre sture Defensivtaktik erst nach einer halben Stunde ab, dem aktiveren Spiel entsprang jedoch kaum Gefahr für Rapid-Goalie Helge Payer.

Partie verlor nach Pause an Niveau
Nach der Pause verlor die Partie deutlich an Niveau, Rapid spielte sich relativ problemlos Richtung Halbfinale. Die Vorentscheidung leitete Kapitän Steffen Hofmann mit einem Freistoß aus 20 Metern an die Latte ein, beim Abpraller gewann Katzer das Kopfball-Duell gegen Nedejko Malic und stellte auf 2:0 (69.).

Rapid darf sich dank des Halbfinal-Einzugs auch über 40.000 Euro Prämie freuen. Mattersburgs Konzentration gilt fortan ausschließlich der Bundesliga, in der man auf Rang neun einzementiert scheint. Überstehen die Burgenländer am Samstag das Heimspiel gegen Schlusslicht LASK ohne Niederlage, dürfte der Klassenerhalt wohl endgültig gesichert sein.

Halbfinal-Schlager Ried gegen Rapid
Ried und Rapid treffen im Halbfinale aufeinander, im zweiten Semifinale hat der Kapfenberger SV gegen Austria Lustenau Heimrecht. Das ergab die von "Glücksengel" Roman Mählich durchgeführte Auslosung am Mittwochabend im Hanappi-Stadion.

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