Di, 20. Februar 2018

Alarmstufe Rot

18.04.2011 14:55

Mieser Saisonstart: Bei Ferrari herrscht blankes Entsetzen

Nach dem überaus schwachen Start in die Formel-1-Saison herrscht bei Ferrari blankes Entsetzen. Luca di Montezemolo, Chef des traditionsreichen Rennstalls, hat die Nase voll und wetterte am Montag: "Das kann und darf nicht das Niveau des Teams sein." Auch im Grand Prix von China hatten die Ferrari-Piloten Fernando Alonso und Felipe Massa am Sonntag das Podest wieder deutlich verfehlt. Massa wurde Sechster, Alonso Siebenter.

"Es ist ein sehr heikler Moment", betonte Montezemolo. Der Scuderia-Boss erwarte nun von allen Ingenieuren maximales Engagement, um das volle Leistungsvermögen des F150 Italia in kurzer Zeit zu entfesseln. "Ich will, dass Ferrari auf dem Niveau ist, auf dem wir und unsere Fans uns erwarten", forderte der 63-Jährige.

Teamchef Stefano Domenicali und weitere Techniker hatten schon am Sonntag den Rückweg in die Rennfabrik nach Maranello angetreten. Dort nahmen sie bereits am Montag die Analysearbeit im Hinblick auf den nächsten Grand Prix am 8. Mai in der Türkei auf.

Konfuse Rote
Alonso belegt mit 42 Punkten Rückstand auf Sebastian Vettel nur den fünften Rang in der Fahrerwertung, sein Teamkollege Massa folgt unmittelbar dahinter mit 44 Zählern weniger als der WM-Leader. "Es ist ganz klar, dass wir derzeit zu weit zurückliegen", sprach Alonso zum wiederholten Mal die aktuelle Unterlegenheit der Scuderia an. Auch die Medien machen inzwischen Druck. "Ferrari läuft die Zeit davon: Die Roten machen Fehler und sind konfus", meinte "La Repubblica" am Montag.

Vor dem Rennen in China hat Montezemolo die jüngste Entwicklung in der Formel 1 kritisiert. "Alles ist zu künstlich geworden. Die vielen Boxenstopps durch den absichtlich herbeigeführten, hohen Verschleiß der Reifen sind ein künstlicher Versuch, mehr Abwechslung ins Rennen zu kriegen. Auch die Autos werden immer künstlicher. So ein Formel-1-Lenkrad ist heute ein Computer, bei dem der Fahrer eine Unmenge von Knöpfen drücken muss. Das verstehen die Fans nicht mehr", betonte Montezemolo.

Montezemolo knüpfte den Verbleib seines Formel-1-Teams einmal mehr an Bedingungen. "Die Verträge laufen Ende 2012 aus. Wir sollten uns jetzt zusammensetzen, um zu besprechen, wie es weitergehen soll", erklärte der 63-Jährige. "Ferrari wird weiter dabei sein, solange uns dieser Sport etwas für die Technologie unserer Serienautos bringt - sonst nicht."

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