Di, 20. Februar 2018

Nach fünf Jahren

18.04.2011 16:35

Loses Mundwerk lässt Dieb in St. Pölten auffliegen

Sein loses Mundwerk ist einem 36-jährigen mutmaßlichen Serien-Einbrecher aus St. Pölten nun zum Verhängnis geworden. Eigentlich von Kriminalisten des Stadtpolizeikommandos St. Pölten nur als Auskunftsperson zu einem jüngst verübten Einbruch befragt, machte sich der Mann selbst zum Verdächtigen. Er konnte schließlich als mutmaßlicher Verantwortlicher von gleich 47 Einbrüchen aus dem Jahr 2006 ausgeforscht werden.

Ermittlern war bei der Befragung des 36-Jährigen einiges "spanisch vorgekommen", berichtete ein Beamter im Gespräch mit krone.at. Sätze wie "Ich tät' das anders machen..." und die von ihm dann beschriebene "Herangehensweise" an einen Einbruch ließ die Kriminalisten hellhörig werden - und aus der Auskunftsperson wurde schnell ein Verdächtiger.

Geldprobleme nach Scheidung
Ein Blick in die Akten bestätigte schließlich den Verdacht der Kriminalisten. Die von dem 36-Jährigen vorgebrachte Vorgehensweise deckte sich mit ungeklärten Einbruchsdelikten aus dem Jahre 2006. Darauf angesprochen, soll er sich laut Sicherheitsdirektion letztlich auch geständig gezeigt haben.

Dem Verdächtigen konnte zur Last gelegt werden, vor inzwischen fünf Jahren vor allem Schrebergartenhütten und Sportplatzkantinen in St. Pölten sowie das Freibad Pyhra (Bezirk St. Pölten) heimgesucht zu haben. Der Mann erbeutete dabei laut den Ermittlern jeweils geringe Geldbeträge und Lebensmittel. Der 36-Jährige wurde angezeigt. Als Motiv für die Taten nannte der Mann Geldprobleme wegen einer vorangegangenen Scheidung.

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