Do, 24. Mai 2018

Gefahr Kreuzung

16.04.2011 17:34

Mopedfahrer leben im Raum Innsbruck am gefährlichsten

Rund 4.600 Mopedunfälle haben sich in den vergangenen zehn Jahren in Tirol ereignet. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) hat sie analysiert: Besonders gefährlich ist der Großraum Innsbruck, in dem 49 Prozent aller Unfälle geschahen. 62 Prozent der Toten gab es im Ortsgebiet, neuralgische Punkte sind Kreuzungen.

Das Moped ist das gefährlichste aller Verkehrsmittel. Ursula Hemetsberger vom KfV hat für die "Tiroler Krone" interessante Zahlen erhoben: 80 Prozent aller im Straßenverkehr Verletzten im Alter von 15 und 16 Jahren waren Mopedfahrer.

"Verschärftes Risiko haben die 15-Jährigen", sagt die Expertin, die auch die gefährlichsten Stellen im Land kennt: "28 Prozent der Unfälle registrierten wir im Bezirk Innsbruck-Land, 21 Prozent in der Landeshauptstadt. Neuralgische Punkte sind vor allem Kreuzungen, an denen sich 41 Prozent aller Unfälle ereigneten – das dürfte damit zu tun haben, dass die jungen Mopedlenker mit der komplexen Situation an Kreuzungen überfordert sind." Übrigens: 70 Prozent der Unfälle passierten in den Monaten von Mai bis September, die meisten im Juli mit 16 Prozent.

"Fahr auch Du mit IQ"
Das Land Tirol hat diese Woche in Zusammenarbeit mit Polizei und KfV die Aktion "Fahr auch Du mit IQ" gestartet. Die KfV-Tipps für Mopedfahrer lauten: Helm aufsetzen und Kinnriemen schließen, damit das Hirn wirklich ganz bleibt. Feste Jacke, feste Schuhe und Handschuhe anziehen, damit die Haut bei einem Unfall am Körper bleibt. Auf alles gefasst sein und daher mit Abstand und bremsbereit unterwegs sein.

Lieber einmal auf den Vorrang verzichten als ihn mit Gewalt erzwingen. Geschwindigkeit den aktuellen Umständen – Straßenverhältnisse, Sicht, Verkehr, Fahrzeuge – anpassen. Auffrisierte und damit gefährliche Mopeds unbedingt meiden: Neben der Strafe kann auch die Versicherung (teilweise) aussteigen!

von Günther Krauthackl, "Tiroler Krone"

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