Do, 22. Februar 2018

Top-Teams verlieren

15.04.2011 22:18

Turbulente Erste-Liga-Runde: Altach 1:2, Admira 0:5

Kurz nachdem das Spiel der Vienna bei Austria Lustenau unter Manipulationsverdacht geraten war (siehe Infobox), hat es am Freitagabend in der Ersten Liga teils sehr kuriose Ergebnisse gesetzt: Titelkandidat Altach beendete das Heimspiel gegen Abstiegskandidat Hartberg nur zu acht und unterlag durch einen Last-Minute-Treffer 1:2. Noch schlimmer erwischte es allerdings Spitzenreiter Admira, die beim WAC in Kärnten mit 0:5 unter die Räder kam.

Der Knalleffekt in Altach stellte sich bereits in der sechsten Minute ein: Drei Hartberger sprangen im Strafraum über einen flachen Friesenbichler-Eckball, sorgten für Verwirrung und ermöglichten es Strobl, aus rund 10 Metern unbedrängt zur Gäste-Führung einzuschießen. Durch eine Rote Karte für Netzer rutschte die Hütter-Elf weiter in die Bredouille. Der 25-Jährige hatte sich bei Hopfer im Sitzen mit dem Kopf für ein Foul revanchiert und flog dafür sofort vom Platz (40.).

Joker Ademi glich zwar nur sechs Minuten nach seiner Einwechslung nach Lienhart-Flanke per Volley zum 1:1 aus (65.), in der Schlussphase sah Altach aber neuerlich Rot: Schiedsrichter Hirschbichler klassifizierte die Ellbogen-Bewegung Unverdorbens in einem Zweikampf als Tätlichkeit und stellte den Stürmer vom Platz - eine überharte Entscheidung, die Trainer Hütter kaum fassen konnte.

Zu allem Überfluss sah der Vorarlberger Scherrer in der 83. Minute wegen Reklamierens auch noch Gelb-Rot. Den für die Altacher so bitteren Schlusspunkt setzte schließlich Adilovic, der in der 91. Minute einen Konter zum 2:1 für die Steirer abschloss. Es war die erste Heimniederlage für die Vorarlberger nach 16 Spielen.

Admira schlittert bei WAC in 0:5-Debakel
Die Partie begann voll nach dem Geschmack der fast 2.000 Fans in der Lavanttal-Arena. Schon nach einer Minute und 23 Sekunden traf Falk nach einem idealen Lochpass von Zakany ins lange Eck. Admira-Goalie Berger konnte den Ball nicht mehr entscheidend abwehren. Wenige Augenblicke später stellte sich Sturmpartner Stückler (6.) nach Vorarbeit von Falk ebenfalls als Torschütze ein. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde war die Partie vorentschieden. Wieder war es Stückler (16.), der nach einem Reich-Idealpass in die lange Ecke einschoss.

In der 31. Minute spielte Reich uneigennützig für Falk auf, der im Fallen das 4:0 (31.) erzielte. Die Admira-Defensive lieferte eine katastrophale Vorstellung ab, nahezu jeder Angriff der Gastgeber endete mit einem Torerfolg, selbst blieben die Niederösterreicher demgegenüber harmlos. Nach dem Seitenwechsel wurde es für den Tabellenersten noch bitterer. Dibon legte Falk im Strafraum und der zweifache Assistgeber Reich (52.) durfte sich auch über einen Torerfolg freuen. Es war der zehnte Saisontreffer für den Deutschen, der fünfte aus einem Elfmeter.

Vienna siegt in Lustenau
Nur drei Tage nach dem unter Manipulationsverdacht geratenen 2:3 gegen Austria Lustenau gastierte die Vienna neuerlich im Reichshofstadion - diesmal allerdings gegen den FC. Die Wiener waren zunächst klar spielbestimmend. Rade Djokic, der sechs Saisontore gegen den FC Lustenau markiert hat, traf per Freistoß aber nur die Stange (11.). Ansonsten blieben vor nur 500 Zuschauern gelungene Offensivaktionen bis zur Pause Mangelware.

Lustenau wachte erst nach rund einer Stunde auf und nahm danach Vienna-Schlussmann Andreas Lukse unter Beschuss. Der Vienna-Goalie bewies bei Chancen von Patrick Seeger (59.) und Metin Batir (64.) Klasse und rettet die Gäste vor einem Gegentor. Seine Vorderleute schlugen im Finish zum entscheidenden 1:0 zu. Nach Eckball von Marjan Markovic war Erdzan Beciri zur Stelle und schoss aus kurzer Distanz ein (86.).

Grödig begnügt sich mit 2:2 gegen Austria Lustenau
Grödig hatte in einem Spiel auf sehr mäßigem Niveau zwar mehr Offensivaktionen, musste aber zweimal einem Rückstand nachlaufen. Das 1:0 für die Gäste (Kampel/18.) vermochte Viana nach einem Defensivpatzer der Lustenauer noch vor der Pause auszugleichen (36.), die neuerliche Führung für die Vorarlberger (Karatay/64.) egalisierte in der 80. Minute mit einem Eigentor Stückler. Zuvor war freilich der eingewechselte Routinier Drechsel per Elfer an Kofler gescheitert und hatte im Nachschuss nur die Latte getroffen (77.).

St. Pölten nur 0:0 gegen Gratkorn
Am Voithplatz starteten die Gratkorner aggressiv und hatten vor der Pause durch Zündel auch die beste Einschussmöglichkeit. Nach der Pause kamen allerdings die Gastgeber immer besser in die Partie, übernahmen das Kommando und waren auch dem Sieg näher. In der Schlussphase wurde ein Zwierschitz-Kopfball hauchdünn vor der Linie weggeschlagen und blieb der Elfmeterpfiff nach einem Foul an Kozelsky aus.

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