Fr, 24. November 2017

Nach Flucht in Graz

15.04.2011 13:10

Boa Amanda hat in Salzburg neuen Partner gefunden

Königsboa Amanda, die im vergangenen Sommer für großes Aufsehen gesorgt hatte, weil sie ihrem Besitzer in Graz ausgekommen war, sich fünf Tage hinter einem Schrank versteckt und anschließend im Salzburger Haus der Natur ein neues Zuhause gefunden hatte, hat seit Freitag einen neuen Mitbewohner: Eduard. Die beiden Schlangen teilen sich nun ein Terrarium und sorgen möglicherweise schon bald für Nachwuchs im Reptilien-Zoo, so die Hoffnung Norbert Windings, Direktor des Hauses der Natur.

Seit August 2010 lebt Amanda nun in Salzburg. Zuvor hatte sie zehn Jahre in nicht artgerechter Haltung in Graz verbracht. "Sie hat sich bereits mehrmals gehäutet, das ist ein gutes Zeichen. Das bedeutet, dass sie wächst und gesund ist. Mittlerweile ist Amanda über zwei Meter lang und fast 20 Kilo schwer", sagte Günter Prem, Leiter des Reptilien-Zoos, bei der Präsentation ihres Artgenossens.

Erst "wirkte Eduard etwas verschreckt"
Seit fast einem Jahr lebt auch das eineinhalb Meter lange und fünf Kilogramm schwere Boa-Männchen Eduard im Haus der Natur, nun traf er endlich zum ersten Mal auf Amanda. Bereits im Vorfeld war man auf das Aufeinandertreffen der beiden Reptilien gespannt, denn keiner der beiden hatte zuvor einen Artgenossen anderen Geschlechts gesehen. Im ersten Moment wirkte Eduard etwas verschreckt. "Er muss sich erst an die neue Umgebung gewöhnen. Die Aktivität der beiden wird wohl eher in der Abenddämmerung steigen, wenn im Haus Ruhe herrscht", so Prem.

Frühlingsgefühle bei Rochen und Kofferfischen
"Frühlingsgefühle" herrschen auch im Aquarium, und zwar bei den Kofferfischen sowie bei den Rochen. Die gehörnten Kofferfische wurden zunächst getrennt, als sie vor drei Monaten aus dem naturhistorischen Museum aus Wien nach Salzburg kamen, da sie normalerweise als Einzelgänger bekannt sind. Bereits nach wenigen Tagen zeigten sie erste Anzeichen von Liebeskummer - sie fraßen nicht mehr richtig und wirkten blass. Seit sie endlich wieder zusammen sind, sind sie unzertrennlich.

"Auch bei den Blauflecken-Stachelrochen warten wir sehnsüchtigst auf Nachwuchs. Eigentlich hätten sie schon dafür sorgen sollen, wir wissen nicht, woran es liegt", sagte Inge Illich, Leiterin des Aquariums. Ob und wann man sich auf Nachwuchs freuen kann, bleibt bisher aber unklar.

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