Sa, 17. Februar 2018

18 Jahre Haft

15.04.2011 10:21

Australische Sportlerin tötete ihr Baby für Olympia

Eine australische Leistungssportlerin hat ihr Baby ermordet, um an den Olympischen Spielen teilnehmen zu können. Davon ist zumindest die Justiz überzeugt, denn Richter Anthony Whealy hat den einstigen Wasserball-Star Keli Lane (links im Bild) zu 18 Jahren Haft verurteilt. Unter Tränen beteuerte Lane, ihre Tochter bei ihrem damaligen Freund gelassen zu haben, doch auch der ist seither wie vom Erdboden verschluckt.

Die heute 36-jährige Lane hatte 1996 ihre Tochter Tegan in einem Krankenhaus zur Welt gebracht. Zwei Tage nach der Geburt verließ die scheinbar glückliche Mutter das Spital. "Keli Lane hat sich nicht auffällig verhalten, einfach so wie jede Mutter nach der Geburt", berichteten ihre Ärzte im Gerichtssaal.

Doch nur wenige Stunden nach Verlassen des Krankenhauses wurde Lane auf einer Hochzeit gesehen, ihr Neugeborenes war nicht dabei. Eigenartig war zudem, dass die frischgebackene Mutter ihre Tochter mit keinem Wort erwähnte. Niemand erfuhr von ihr, dass sie vor wenigen Tagen ein Kind zur Welt gebracht hatte. Nach Berichten der Zeitung "The Australian" wussten nicht einmal die Eltern oder die engsten Freunde von der Schwangerschaft der Spitzensportlerin.

Schwangerschaften immer verschwiegen
Genau an diesem Punkt setzten auch gerichtliche Gutachter an. Das Verschweigen ihrer Schwangerschaft sorgte im Gerichtssaal nicht gerade für ihre Glaubwürdigkeit. Zudem haben Psychologen von der Angeklagten erfahren, dass die Geburt von Tegan nicht ihre erste war. Lane hatte bereits zuvor zwei Kinder zur Welt gebracht und beide zur Adoption freigegeben. Davor hatte sie schon zwei Abtreibungen, die erste im Alter von gerade einmal 17 Jahren. Auch all diese Ereignisse hat Lane immer nur für sich behalten.

Gerichtliche Gutachter, die Lane untersuchten, kamen allesamt zu dem Ergebnis, dass sie zwar geistig nicht labil sei, aber Anzeichen von Borderline habe und ein wenig pathetisch und narzisstisch sei, wie "The Australian" berichtete.

Die Staatsanwaltschaft überzeugte den Richter schließlich mit der Theorie, dass Lane das Baby in den Stunden zwischen dem Verlassen des Krankenhauses und dem Hochzeitsfest ermordet habe, um sich in Ruhe auf die Olympischen Spiele im Jahr 2000 in Sydney vorbereiten zu können.

Lane beteuerte immer wieder ihre Unschuld
Lane beteuerte bis zum Schluss, sie habe ihre Tochter nicht umgebracht, sondern bei ihrem damaligen Freund, dem Vater der Kleinen, gelassen, halfen nichts. Anfang der Woche appellierte sie sogar im australischen Fernsehen an die Öffentlichkeit, ihr bei der Suche nach Tegan und ihrem wie vom Erdboden verschluckten damaligen Freund zu helfen. Sie setzte sogar eine Belohnung von 500.000 Dollar aus.

Doch all die Tränen und verzweifelten Worte halfen nichts. Der Richter war von der Schuld der 36-Jährigen überzeugt, auch wenn bis heute keine eindeutigen Hinweise auf den Tod des Mädchens gefunden wurden - ein Leichnam wurde niemals entdeckt.

Lane hat in der Zwischenzeit übrigens ein viertes Kind bekommen, über das die australischen Medien aber nicht berichten dürfen.

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