Di, 17. Oktober 2017

168.000 Euro Schaden

14.04.2011 15:22

Einbrecherbande nach acht Delikten ausgeforscht

Eine moldawische Einbrecherbande, die in vier Bundesländern aktiv gewesen sein soll, ist von der Polizei ausgeforscht und teilweise festgenommen worden. Die sechs Männer im Alter von 22 bis 28 Jahren dürften in acht Firmen eingebrochen und dabei einen Schaden von insgesamt 168.000 Euro angerichtet haben, berichtete Oberst Franz Polzer vom Landeskriminalamt Niederösterreich (LKA), am Donnerstag.

Die Kriminalisten ordnen den Verdächtigen sieben Einbrüche vom September 2010 in Niederösterreich (Wiener Neustadt, Bezirk Gänserndorf), dem Burgenland (Bezirk Mattersburg) und Kärnten (zwei im Bezirk St. Veit an der Glan, Bezirk Feldkirchen und Bezirk Klagenfurt) zu. 2009 soll die Bande bereits einmal in Wien-Döbling zugeschlagen haben. Erbeutet wurden meist Bargeld aus Tresoren bzw. Handkassen und Elektronikartikel wie Laptops, Handys und Kameras.

Coup in Wr. Neustadt brachte Ermittlungen ins Rollen
Ein Einbruch bei einem Mercedes-Händler in Wiener Neustadt im September des Vorjahres brachte die Ermittlungen gegen die Verdächtigen ins Rollen. Damals wurde neben zwei Pkws ein Diagnose-Laptop und ein Tresor gestohlen. Rund eine Woche nach dem Vorfall hielten Polizisten zwei junge Moldawier an - bei einem wurde der gestohlene Computer gefunden. Der 23-Jährige wurde daraufhin festgenommen, er befindet sich seither in Wiener Neustadt in U-Haft. Den zweiten musste man vorerst laufen lassen.

Beide gestohlenen Autos stellte man noch im selben Monat sicher. Durch die Spurenauswertung wurden noch vier weitere Beteiligte ausgeforscht, zwei sind zur Festnahme ausgeschrieben, zwei wurden angezeigt. Nach einem weiteren unbekannten Täter wird noch gefahndet.

Die Polizei bittet um Hinweise an den Journaldienst des LKA unter der Tel. 059133/30-3333.

Laut Ermittlern dürfte die Bande "aus der tristen wirtschaftlichen Situation in Moldawien nach Oberitalien gezogen" sein. Von dort aus seien sie dann zu den Einbrüchen in verschiedenen Ländern Mitteleuropas - Österreich, Slowenien, der Schweiz und Italien - aufgebrochen.

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