Mi, 23. Mai 2018

Spuren passten nicht

13.04.2011 17:41

Polizisten belogen: Satte Geldstrafen nach Alko-Unfall

Da hat ein Trio versucht Polizisten für dumm zu verkaufen. Nach einem Alko-Unfall hatten die beiden Insassen eine Freundin angerufen, die dann sagte, sie sei gefahren – aber es passte so gar nichts ins Unfall-Bild: Weder Blutspuren noch saubere Stöckelschuhe. Es setzte satte Geldstrafen am Innsbrucker Landesgericht.

Am 21. November 2010 überholte ein türkischstämmiger Österreicher mehr als riskant ein Streufahrzeug auf der Straße beim Tierheim Mentlberg. Es kam zum Zusammenprall mit einem entgegenkommenden Fahrzeug – nur mit Glück ging der Unfall relativ glimpflich aus. Beteiligte riefen die Polizei, die bei ihrem Eintreffen auf den Beifahrer und auf eine ebenfalls türkischstämmige Frau (21) stießen. Beide sagten, dass die Frau gefahren sei.

Unverletzt und saubere Stöckelschuhe
Doch zwei Dinge passten überhaupt nicht ins Unfallbild, schilderte am Mittwoch einer der Polizisten: "Es gab deutliche Blutspuren am Fahrerairbag und im Einstiegsbereich des Lenkers – doch beide Anwesende waren unverletzt." Zudem trug die Frau blitzsaubere Stöckelschuhe – den Wagen hatte es aber mitten in eine dreckige Wiese geschleudert.

Lenker flüchtete zu Fuß
Schnell war der echte Fahrer, der sich zu Fuß davongemacht hatte, ausgeforscht – er hatte zu viel getrunken. Er wurde am Mittwoch zu 2.880 Euro Geldstrafe und vier Monate bedingte Haft verurteilt. Sein Freund, der falsche Angaben gemacht hatte, zu 3.750 Euro Geldstrafe, nicht rechtskräftig. Die Frau war nicht erschienen.

Tiroler Krone

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