So, 19. November 2017

Seit 4 Jahren in OÖ

13.04.2011 16:50

Auslieferung von gesuchtem Mörder auf Weg gebracht

Illegale Hinrichtung von Häftlingen – so der Vorwurf der guatemaltekischen Justiz gegen den Ex-Polizeioffizier Javier Figueroa. Dieser hält sich samt Familie seit 2007 in Oberösterreich versteckt. Ob sich der Verdächtige jedoch jemals in seiner Heimat verantworten muss, steht noch in den Sternen.

Der ehemalige Chef der Policia Nacional Civil in Guatemala, Javier Figueroa, versteckt sich bereits seit vier Jahren in Oberösterreich. Gemeinsam mit zwei Mitverdächtigen soll der Ex-Offizier in seiner Heimat für die illegale Hinrichtung von zehn Häftlingen verantwortlich sein. Einer seiner mutmaßlichen Komplizen, der damalige Innenminister Carlos Vielmann, wurde bereits in Spanien verhaftet. Dieser kämpft nun juristisch verbissen gegen eine Auslieferung.

Ein diplomatisches Tauziehen, das nun auch dem im südlichen Innviertel untergetauchten Polit-Asylanten Javier Figueroa bevorsteht. Nach erster Kontaktaufnahme der Behörde ist das offizielle Auslieferungsansuchen laut der guatemaltekischen Justiz bereits ins Deutsche übersetzt und auf dem Weg nach Österreich.

Ob der Ex-Offizier – er selbst sieht sich als Opfer der Mafia in seiner Heimat – ausgeliefert wird, ist noch unklar. "Polizeischutz hat er bei uns aber nicht. Ruft er an, weil dubiose Typen um sein Haus schleichen, kommen wir natürlich", so Sicherheitsdirektor Alois Lißl.

Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden