Mo, 26. Februar 2018

"Dexter" als Vorbild

13.04.2011 15:20

Regisseur wollte Killer werden - nach 1. Mord gefasst

In einem der bizarrsten Kriminalfälle Kanadas ist der Filmemacher Mark Twitchell wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der 31-Jährige wollte offenbar eine "Karriere" als Serienkiller starten - und nahm sich ein Vorbild an der TV-Serie "Dexter". Doch schon nach der ersten Tat, die er auf Film festhielt, schnappte ihn die Polizei. Auch seine skurrile Ausrede half ihm nicht weiter.

Unbestritten ist, dass Twitchell im Oktober 2008 einen Mann in seine Garage gelockt hatte. In E-Mails hatte er ihm in Aussicht gestellt, dort eine Prostituierte zu treffen. Laut Staatsanwaltschaft lauerte er dem 38-Jährigen auf, schlug ihn mit einem Metallrohr nieder und stach auf ihn ein. Nachdem der Mann verblutet war, zerteilte er die Leiche und versteckte die Körperteile. Sie wurden erst zwei Jahre später gefunden. Der Filmemacher hatte noch einen zweiten Mann in die Garage gelockt, dieser konnte jedoch verletzt entkommen.

Laut Urteil wollte Twitchell mit der Mordtat eine "Karriere" als Serienmörder starten - ähnlich wie seine Lieblingsfigur "Dexter", der in der gleichnamigen US-Serie tagsüber für die Polizei forscht und nachts selbst tötet.

Pläne für weitere Morde fein säuberlich festgehalten
Twitchell selbst stellte die Sache ganz anders dar. Demnach sei der Tod des Mannes ein Unfall gewesen. Sie hätten einen Film drehen wollen, in dem er, Twitchell, einen maskierten Mörder spiele, der einen anderen Mann in der Garage überfalle. Doch diese Szene sei schiefgegangen.

Dem Filmemacher wurde zum Verhängnis, dass er die Taten und auch Pläne für künftige Morde fein säuberlich aufgeschrieben hatte. Offenbar wollte er tatsächlich mehrere Menschen töten und dies jeweils filmen. Während der Ermittlungen hatte sich ein Mann gemeldet, der von Twitchell ebenfalls in dessen Garage gelockt und angegriffen worden war. Die Aussage dieses Zeugen brachte den 31-Jährigen letztlich hinter Gitter.

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