Mi, 22. November 2017

Grenze erreicht?

13.04.2011 09:26

Flüchtlingszahlen in Thalham sorgen für Verunsicherung

Wird das vertraglich vereinbarte Limit von 120 Asylwerbern für die Belegung der Erstaufnahmestelle West in Thalham überschritten oder nicht? Darüber gibt es verwirrende Zahlen, die in der Gemeindepolitik für Verunsicherung sorgen. Außerdem gibt es Befürchtungen hinsichtlich der Flüchtlinge aus Nordafrika in Italien.

Aus Thalham werden Flüchtlingszahlen gemeldet, die zumindest seit Anfang April deutlich über dem vereinbarten Limit von 120 liegen, nämlich mal nahe 130, mal nahe 140. Dieses Limit soll nach früheren Überbelegungen den Frieden in der Standortgemeinde St. Georgen im Attergau sichern. Dafür wurde im April 2010 medienwirksam ein Vertrag zwischen Land OÖ, Innenministerium und Gemeinde unterzeichnet (Bild).

FPÖ-Fraktionschef August Schneeweiß befürchtet schon, die Innenministerin sei "wortbrüchig" geworden. Außerdem rechnet er damit, dass es unter dem Druck der nordafrikanischen Flüchtlinge, die in Italien Schengen-Visa bekommen sollen, wohl zu noch viel höheren Belegungen kommen wird.

"Vertrag wird erfüllt"
Doch sowohl LH Josef Pühringer als auch SPÖ-Chef Josef Ackerl beruhigen: In den Zahlen seien Schubhäftlinge dabei, die real gar nicht in Thalham seien, daher gebe es dort gar keine Überbelegung. Das sieht auch Bürgermeister Wilhelm Auzinger vor Ort so: "Der Vertrag wird erfüllt." Wenn aber versucht werde, nun wegen Italien Zahlen zu steigern, werde er protestieren.

Kronen Zeitung

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