Mi, 23. Mai 2018

Kartnig-Prozess

12.04.2011 16:11

Steuerberater: Wenn das so ist, wird es so sein...

Am Dienstag, dem elften Prozesstag um Hannes Kartnig, ist jener Steuerberater befragt worden, der für das Land den Ist-Zustand des SK Sturm überprüft hatte. Er habe sich auf die Bilanzen verlassen. Frei nach dem Motto: Wenn das so ist, wird es so sein.

Seit elf Verhandlungstagen versucht Richter Karl Buchgraber, Licht in das finanzielle Dribbling von Ex-Sturmpräsident Hannes Kartnig und seinen Mitangeklagten zu bringen. Laut Anklage habe Kartnig unter anderem mit gefälschten Bilanzen versucht, eine Bürgschaft des Landes für einen Kredit zu bekommen.

Keine vertiefte Wirtschaftsprüfung
Der Steuerberater erklärt nun vor Gericht: "Wir waren der Meinung, dass der Verein sanierungsfähig gewesen wäre." Man habe auf die Daten, die man vorgelegt bekam, vertraut. "Wurden die Unterlagen geprüft?", interessiert Gutachter Fritz Kleiner. "Nein." Kleiner: "Wenn das so ist, wird es so sein. Habe ich das richtig verstanden?" Man habe schon geprüft - aber eben keine vertiefte Wirtschaftsprüfung gemacht.

Schriftführerin muss her
Kartnig-Verteidiger Richard Soyer stellte zudem den Antrag auf Beiziehung einer Schriftführerin. Weil es für den Vorsitzenden "unmöglich ist, sich auf die Protokollierung und die Zeugenaussage gleichzeitig zu konzentrieren". Dem Antrag wurde stattgegeben. Allerdings erst ab Mittwoch - "aus Personalmangel", erklärt Buchgraber. Eine geforderte Vertagung lehnte er ab.

von Eva Molitschnig, "Steirerkrone"

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