Do, 19. Oktober 2017

Im Spital erstickt

12.04.2011 14:22

Bedingte Haft für ‚Angreifer‘ nach Tod von 19-Jährigem

Der Tod eines 19-Jährigen nach einem Streit in der Salzburger Innenstadt Ende August gibt weiter Rätsel auf. Der Mann wurde mit einem Armbruch ins Spital eingeliefert, wo er zwei Tage später an seinem erbrochenen Mageninhalt verstarb. Während die Anklagebehörde noch gegen unbekannte Täter wegen fahrlässiger Tötung ermittelt, ist am Dienstag der 34-jährige Kontrahent des Burschen am Landesgericht Salzburg wegen schwerer Körperverletzung nicht rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten bedingt verurteilt worden.

Die Auseinandersetzung ereignete sich in der Nacht auf Samstag, 28. August 2010, gegen 1 Uhr beim Würstelstand am Hanuschplatz. "Der Herr hat ohne eine Begebenheit zu stänkern angefangen. Wir gingen ans andere Eck, doch er schimpfte weiter. Ich wollte ihn einschüchtern. Da habe ich ihn niedergerempelt", schilderte der angeklagte Zahntechniker. Dass er mit einem Körpergewicht von 90 Kilo und einem Anlauf von vier bis fünf Metern den anderen zu Boden bringt, daran habe er nicht gedacht. "Ich wollte ihn nicht verletzen", brach der 34-Jährige in Tränen aus. "Für die Tragik danach kann er nichts", betonte sein Verteidiger.

Tod nach Atemlähmung
Der 19-Jährige wurde mit einem Bruch des rechten Oberarmes ins Spital gebracht und operiert. Am Sonntag konnte er laut einer Sprecherin der Landeskliniken bereits aufstehen, Besuche empfangen und telefonieren. Am Montag um 5 Uhr lag er plötzlich tot im Spitalsbett. "Ein gerichtsmedizinisches Gutachten ergab, dass der Patient an einer zentralen Atemlähmung gestorben ist", wie die Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft Salzburg, Barbara Feichtinger, am Montag mitteilte. Zur genauen Abklärung der Todesursache müssten noch weitere Gutachten eingeholt werden.

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