So, 19. November 2017

Fast alles zerstört

12.04.2011 09:18

Herdplatte löste Großbrand in Bischofshofen aus

Eine überhitzte Herdplatte hat das verheerende Feuer in einem ÖBB-Wohnhaus in Bischofshofen (Pongau) ausgelöst. Mieter Gerhard W. war vermutlich eingeschlafen und hatte den Ofen nicht ausgeschaltet. Mehrere Sachverständige hatten die Brandruine am Montag unter die Lupe genommen. Im Haus an der Salzburger Straße 9 ist so gut wie alles zerstört, der Schaden geht in die Millionen. Eine Hälfte des Doppelhauses muss voraussichtlich abgerissen werden. Im zweiten Gebäude sind zehn der elf Wohnungen noch benützbar.
Der Großbrand hatte in der Nacht auf Sonntag neun Verletzte gefordert. Vier Personen mussten mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus Schwarzach eingeliefert werden (siehe Infobox). Schlimmeres verhinderte ein Nachbar, der den Rauch gerade noch rechtzeitig bemerkt hatte und anschließend alle Familien herausgeläutet hatte.
 
Rasche Hilfe: Konto für Betroffene eingerichtet
Die 14 Bewohner durften mittlerweile mit Sicherheitshelmen ausgestattet in ihre ausgebrannten Räume und zumindest die wenigen Habseligkeiten, die noch verwendbar sind, einpacken. Die ÖBB und auch die Stadt selbst organisieren schon fleißig Ersatzquartiere. "Ein paar Tage müssen die Menschen noch in Hotels – wir haben Zimmer gemietet – oder bei Verwandten bleiben. Dann können wir ihnen Wohnungen in einem anderen ÖBB–Haus in Bischofshofen zur Verfügung stellen. An dem Gebäude sind aber noch ein paar Arbeiten nötig", erklärt ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel.
 
Im Haus an der Salzburger Straße 11, das zu dem ausgebrannten Gebäude gehört, wurde durch das Feuer die Dachgeschoßwohnung zerstört. Die anderen zehn Einheiten können in Kürze wieder bezogen werden. "Dort sind nur geringe Sanierungsmaßnahmen nötig", sagt Zumtobel. Die ÖBB haben übrigens für die Betroffenen ein Konto eingerichtet. "Jetzt ist rasche Hilfe nötig. Wir wollen niemanden im Stich lassen", erklärt Rene Zumtobel.
 
von Manuela Kappes, Kronen Zeitung
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