So, 22. Oktober 2017

Löwin braucht Namen

10.04.2011 14:12

Löwe „Eisi“ brüllt in Hellbrunner Zoo nicht mehr alleine

Eisi brüllt in seinem Gehege im Hellbrunner Zoo nicht mehr allein – denn das dreijährige Löwen-Männchen hat nun weibliche Verstärkung bekommen. Die Löwin stammt aus Lisieux in der Normandie. Seit drei Wochen beschnuppern sich die Raubkatzen schon vorsichtig durchs Gitter – nächste Woche dürfen sie erstmals gemeinsam in das Gehege. Jetzt suchen Zoo und "Krone" einen Namen für die Löwendame.

Der König der Tiere lässt in Hellbrunn keinerlei Zweifel aufkommen, dass er der Chef ist. Wie in der Steppe Afrikas lässt Eisi sein Brüllen erschallen. "Wenn der Wind richtig steht, ist es am Salzachufer in Elsbethen zu hören", weiß Zootierarzt Jochen Lengger, "das erzählte ein Handwerker, der bei uns arbeitete und ihn kennt." Der Jung-Löwe sorgt für Staunen – nicht nur bei den Besuchern. "Als er zum ersten Mal in sein Gehege lief, suchte er sich zuallererst ein Lieblings-Platzerl", erzählt die Zoo-Direktorin Sabine Grebner.

Zoo-Direktorin: "Das ist wie in der Wildnis..."
Die dann sprachlos war: "Er nahm sofort die Oryx-Antilopen im Gehege nebenan ins Visier, die er durchs Fenster sah." Da erwachte der Jagdinstinkt – und auch die Antilopen reagierten instinktiv: Sofort senkten sie die Köpfe, hielten ihm die Hörner entgegen und schnaubten, um Eisi zu verscheuchen. "Das ist wie in der Wildnis, obwohl diese Antilopen im Zoo geboren wurden", sagt der Tierarzt.

Er hatte Sorgenfalten, als der Löwe aus Übermut auch das dicke Seil fraß, mit dem sein Futter umwickelt war – "es sollte ihn vorm Fressen beschäftigen: Niemand ahnte, dass er es verschlingt", erklärt Lengger. Das Seil kam in den Folgetagen stückweise wieder zum Vorschein, da atmete der Tierarzt erleichtert auf: "Zum Glück ist alles gut ausgegangen…" Dass Eisi sich mit der bisher namenlosen Löwin nicht verträgt, befürchtet im Zoo keiner: "Weil Löwen als soziale Tiere im Rudel leben."

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung

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