So, 19. November 2017

„Krone“-Umfrage

09.04.2011 16:23

Wäre jetzt Wahl bliebe kein Stein auf dem anderen

Wäre jetzt in Oberösterreich Landtagswahl, bliebe kein Stein auf dem anderen. Das hat eine brandneue Oberösterreich-Umfrage des Linzer IMAS-Institutes im Auftrag der "OÖ-Krone" aufgezeigt.

Eineinhalb Jahre nach der Landtagswahl 2009 muss die Landes-ÖVP Josef Pühringers mit ihrem IMAS-Mittelwert von 40 Prozent einen Absturz um etwa sieben Prozent hinnehmen – damit wären die "Absolute" in der Landesregierung und die ÖVP-freundliche Pattstellung im Landtag weg.

Warum das? Ausgerechnet in einer Phase, in der Pühringer als Chef der Konferenz der Landeshauptleute Reformen auf den Weg zu bringen versucht? Doch Skandale und Korruption auf Bundes- und EU-Ebene und der Eindruck einer stagnierenden Regierungsarbeit in Wien prägen auch die aktuelle landespolitische Situation und die "Laune" der Wähler, wie IMAS-Forscher Paul Eiselsberg analysiert.

SPÖ verliert weiter
Die "Wut- und Sorgenfalten", welche eine anscheinend untätige Regierung und der dramatische Anstieg der Treibstoffpreise "auf die Stirn der oberösterreichischen Bevölkerung treiben", wie es Eiselsberg formuliert, treffen auch die – in Oberösterreich stark mit sich selbst beschäftigte – Landes-SPÖ unter Übergangs-Chef Josef Ackerl: Ein IMAS-Mittelwert von 20 Prozent bedeutet das bei weitem schlechteste SPÖ-Umfrageergebnis aller Zeiten bei diesem Linzer Institut; der Tiefstpunkt von der Landtagswahl 2009 (24,9 Prozent) wird noch einmal kräftig unterboten.

FPÖ profitiert
Eine als schlecht wahrgenommene Regierungsarbeit begünstigt die Opposition: Die Landes-FPÖ mit dem jungen Parteichef Manfred Haimbuchner schließt mit dem IMAS-Mittelwert von 20 Prozent an die alte Stärke von 1997 (20,6) Prozent an und setzt dazu an, die massiv torkelnde SPÖ zu überholen. Möglicherweise ist Blau auch schon vor Rot – die Bandbreite der IMAS-Werte gäbe auch das her.

Die Grünen, im IMAS-Mittel bei 15 Prozent, sind umfragestark wie noch nie, wofür laut Eiselsberg auch die japanische Atomkatastrophe gesorgt hat. Einzig beim BZÖ ändert sich nichts, es grundelt weiter bei "Zwei bis vier Prozent" herum.

Rechnet man diese Prozentwerte grob in Mandate um, so hätte die ÖVP nun 24 (statt 28 bei der Wahl 2009), die SPÖ 12 (statt 14), die FPÖ 12 (statt 9) und die Grünen 8 (statt 5). In der Regierung verlöre die ÖVP die Absolute, es stünde vier ÖVP-Regierungssitze zu je zwei  Sitzen der SPÖ und FPÖ sowie einem grünen Sitz.

von Werner Pöchinger, "OÖ Krone"
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