Sa, 26. Mai 2018

Hoher Blutzoll

10.04.2011 14:44

Wieder Kollision auf Flöckinger "Horror-Bahnübergang"

Glück im Unglück hatten ein oststeirischer Pensionist und seine Gattin, als ihr Auto am Freitag in Flöcking im Bezirk Weiz von einem Zug gestreift und vom Bahndamm geschleudert wurde. Der 77-jährige Lenker des Unfallautos erlitt leichte Verletzungen, seine Frau kam mit dem Schrecken davon. Die Kollision reiht sich allerdings in eine Reihe von Unfällen auf dem unbeschrankten Bahnübergang ein - dort gab es bereits sieben Todesopfer. Der Ruf nach einem Schranken wird immer lauter.

"Wie viele Todesopfer soll es denn noch geben, bis endlich was passiert und jemand reagiert?", fragen sich die Menschen in der Gegend zu Recht. Die Kreuzung der L365 mit der eingleisigen Ostbahnstrecke ist schon viel zu lange eine Todesfalle. Zuletzt hatte Mitte Jänner ein 42-jähriger Oststeirer auf dem nur mit einer Lichtanlage gesicherten Bahnübergang sein Leben verloren.

Halber Meter entschied über Leben und Tod
Am Freitagnachmittag krachte es nun wieder - glücklicherweise ging diese Kollision relativ glimpflich aus. Der 77-jährige Pensionist dürfte den Personenzug gegen 15.45 Uhr übersehen haben. "Wäre das Auto nur um einen halben Meter weiter vorne gewesen, dann hätte es die Lok mit voller Wucht erfasst", so ein Polizeibeamter. Florianis der Freiwilligen Feuerwehren Gleisdorf und Ludersdorf sicherten die Unfallstelle ab und bargen das Wrack.

ÖBB: Kreuzung zählt nicht zu "Hotspots"
Laut ÖBB gehört die Kreuzung in Flöcking nicht zu den "Hotspots", hieß es am Samstag auf "Krone"-Anfrage aus dem Büro von Landesrat Kurzmann. Aber: "Es hat bereits eine Begehung stattgefunden. Die Ergebnisse werden von der Fachabteilung ausgewertet." Sollte sich herausstellen, dass es sich um eine besonders gefährliche Stelle handle, werde man noch einmal das Gespräch mit den ÖBB suchen.

von Eva Molitschnig, Gerald Schwaiger ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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