Sa, 24. Februar 2018

Fünf-Punkte-Plan

08.04.2011 17:48

Agrarkammer plant stärkere Bejagung von Wildschweinen

Die steirische Landwirtschaftskammer plant in Zusammenarbeit mit der Jägerschaft eine stärkere Bejagung der Wildschweine in der Oststeiermark. Seit Wochen werden ja - wie berichtet - Teile des Almenlandes im Raum Teichalm-Sommeralm von einer Wildschweinrotte von rund 70 Tieren richtiggehend umgepflügt.

Man habe mit den Jägern einen Fünf-Punkte-Aktionsplan fixiert, so Verhandlungsleiter Josef Herzog, Bezirkskammerobmann von Graz-Umgebung. Bei konsequenter Umsetzung sei es möglich, das Schwarzwild in der Steiermark stark zu reduzieren. Nur so könnten fatale Schäden in der Landwirtschaft und Natur verhindert werden.

Die fünf Maßnahmen wurden zwischen den Kammerobmännern, den Bezirksjägermeistern und der Bezirksverwaltungsbehörde der betroffenen Bezirke Weiz, Graz-Umgebung und Bruck an der Mur fixiert. Konkret soll Rehwild nur mehr Raufutter erhalten, da dessen Futterstellen eine potenzielle Nahrungsquelle für die Wildschweine sind. Lockfütterungen mit Mais werden stark reduziert, die Futterstellen kontrolliert und der Abschuss dokumentiert. Davon erwartet man sich, dass an diesen sogenannten Kirrstellen Schwarzwild gezielt erlegt werden kann. Erlegte Wildschweine müssen dem Bezirksjagdamt gemeldet werden. Mit diesem System habe man im Bezirk Bruck gute Erfolge erreicht.

Bezirks- und revierübergreifende Jagden
Weiters sollen nur mehr bezirks- und revierübergreifende Treib-und Riegeljagden gemacht werden. Damit wird eine höhere Abschussquote erwartet, weil Schwarzwild auch bei Flucht über die Grenzen des Bezirkes oder der Reviere erlegt werden kann. Bei diesen Jagden werden nur mehr speziell auf Schwarzwild ausgebildete Hunde zum besseren Aufspüren eingesetzt.

Ferner soll das Meldesystem verbessert werden: Werden Wildschweine oder von ihnen angerichtete Schäden von Bauern gesehen, so wird dies künftig neben den verantwortlichen Jägern auch dem Bezirksjagdamt gemeldet. Damit soll erreicht werden, dass rasch und überregional jagdliche Maßnahmen ergriffen werden können. Das nächste Treffen zur Causa wurde für den Sommer vereinbart.

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