Mo, 20. November 2017

Festnahme auf der A4

08.04.2011 12:21

Rumänisches Duo entführte Ungarin samt ihrem Auto

Eine Zeitungszustellerin aus Ungarn ist am Donnerstag Opfer eines "Carjackings" geworden. Zwei 19-jährige Rumänen bedrohten die Frau in Györ (Ungarn) mit einem Messer und nahmen ihr das Auto ab. Ihr Opfer ließen die Gauner aber nicht etwa aussteigen, sondern zwangen sie zur Mitfahrt. Erst auf der Ostautobahn (A4) bei Mönchhof (Burgenland) ließen die Täter die geschockte Frau schließlich frei. Nahe Schwechat (Bezirk Wien-Umgebung) war die Fahrt dann auch für das Duo zu Ende. Sie wurden noch auf der Autobahn festgenommen.

Die 31-Jährige traf gegen 13 Uhr auf ihre beiden "Reisebegleiter". Diese raubten ihr neben dem Wagen auch noch Geld und tankten damit das Auto. Außerdem kauften sie sich etwas zum Essen und eine österreichische Autobahnvignette. Ihre Bitte, sie gehen zu lassen, erfüllten die Männer der Ungarin erst auf österreichischem Boden nahe der Autobahnabfahrt Mönchhof.

Fahrt endete auf der A4 bei Schwechat
Während die Täter mit dem Wagen der 31-Jährigen in Richtung Wien flüchteten, traf die Frau auf eine Streife aus Nickelsdorf und schilderte den Polizisten, was ihr zugestoßen war. Die Beamten verständigten die Landesleitzentrale, eine Alarmfahndung wurde ausgelöst. Beamte der Autobahnpolizei schlugen um 15.10 Uhr auf der A4 bei Schwechat zu und nahmen die Verdächtigen fest. Das Auto der Ungarin und das vom Tanken und vom Einkauf noch übrig gebliebene Geld der Frau wurden sichergestellt.

Duo mehrmals aus dem Zug geworfen
Bei den Erhebungen stellte sich heraus, dass die Rumänen sich schon vor einigen Tagen mit dem Zug von ihrem Heimatland auf den Weg nach Ungarn gemacht hatten. Ihr Reiseziel dürfte München gewesen sein. Das Duo wurde aber offenbar mehrmals beim Schwarzfahren erwischt und daraufhin aus dem Zug geworfen. Ohne Geld hätten sie sich schließlich zu dem Carjacking entschlossen, gaben die Männer laut Sicherheitsdirektion bei ihrer Einvernahme an. Beide wurden in Untersuchungshaft genommen und in die Justizanstalt Eisenstadt gebracht.

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