Mi, 21. Februar 2018

Angst vor Strahlung

08.04.2011 11:05

Triathleten wollen nicht im Meer vor Japan schwimmen

Die beiden Olympiasieger Jan Frodeno (GER) und Emma Snowsill (AUS) haben aus Angst vor der radioaktiven Verseuchung des Meeres die Durchführung eines Triathlons in Japan kritisiert. Der internationale Triathlon-Verband (ITU) hatte davor den Bewerb der WM-Serie am 14. Mai in Yokohama, der auch zur Olympia-Qualifikation zählt, bestätigt. Yokohama liegt rund 300 Kilometer südlich von Fukushima, wo aus dem Atomkraftwerk radioaktives Wasser ins Meer gelangt ist.

Die Triathlon-Strecke sieht vor, dass die Athleten im Hafen von Yokohama 1,5 Kilometer schwimmen müssen. "Ich glaube nicht, dass es von der ITU richtig ist, so eine Entscheidung für die Athleten zu treffen", erklärte der Deutsche Frodeno der Zeitung "The Australian". "So sehr ich die Bewerbe in Japan mag, glaube ich nicht dass es gut ist, im nächsten Monat dorthin zu gehen", wurde Frodeno zitiert.

Gesundheit für Olympia aufs Spiel gesetzt?
Der Deutsche glaubt sich damit einer Meinung mit einem Großteil seiner Kollegen. "Mit Ausnahme von wenigen sieht das jeder so. Es ist einfach nicht richtig, unsere Gesundheit für eine Olympia-Qualifikation aufs Spiel zu setzen", betonte Frodeno.

Strahlenbelastung vor AKW weiter hoch
Die Strahlenbelastung im Meer vor dem Atomkraftwerk Fukushima 1 ist weiter hoch, auch nachdem ein Leck in einem Reaktor abgedichtet werden konnte. Wie der staatliche Nachrichtensender NHK am Donnerstag meldete, ergaben Messwerte vom Mittwoch eine um das 140.000-fach erhöhte Belastung mit dem radioaktiven Jod-131.

Mit 5.600 Becquerel pro Kubikzentimeter sei die Strahlung aber nur noch halb so hoch wie am Dienstag, hieß es unter Berufung auf Daten des Betreibers Tepco. Ein vorläufiger Höchstwert war am 2. April mit dem 7,5-Millionen-Fachen der zulässigen Strahlenbelastung gemessen worden.

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