Mo, 11. Dezember 2017

Blitzgewitter

08.04.2011 12:13

Neue Front-Radars erfassten bereits 16.000 Raser

Nach anfänglichen Pannen liefern die beiden im Land ob der Enns installierten Front-Radars scharfe Bilder. In den vergangenen vier Monaten sind damit auf der A7 (Bild) und der A8 bereits 16.000 Tempobolzer erfasst worden. Nun können auch ausländische Raser – vor allem Deutsche – gestraft werden.

"Der Lenker muss erkennbar sein – Lenkererhebung mit Selbstbelastung gibt es nicht!" Mit diesen Argumenten entkamen bisher ausländische Tempobolzer, die von Fix-Radaranlagen in Oberösterreich von hinten geblitzt worden sind. Im Vorjahr wurden deshalb auf der Innkreisautobahn bei Weibern und auf der Mühlkreisautobahn bei der Einhausung Niedernhart in Linz Front-Radars installiert – die seit Ende des Vorjahres endlich brauchbare Fotos von Rasern liefern.

Auf der A7 wurden seither 4.000 Tempobolzer von vorne geblitzt, auf der A8 sogar 12.000 – zuletzt ein Stuttgarter Mercedesfahrer, der um 2.40 Uhr früh bei Weibern mit Tempo 240 Richtung Linz bretterte.

Strafen auch für heimische Schwindler
Mit den Front-Radar-Fotos können jetzt aber nicht nur ausländische Tempobolzer bis in ihre Heimat verfolgt, sondern auch heimische Raser überführt werden: Wenn sie zum Beispiel behaupten, nicht selbst gefahren zu sein, sondern die Ehefrau war's. "Die Aufnahmen werden bis nach Abschluss der Verwaltungsstrafverfahren aufgehoben und werden auch gegen einheimische Verkehrssünder verwendet", bestätigt Oberst Josef Reiter, Chef der Landesverkehrsabteilung.

Diese Erfolge sollen nun ausgeweitet werden: "Auch auf West- und Pyhrnautobahn werden Front-Radars benötigt, insgesamt fehlen noch zumindest sechs zusätzliche Geräte", erklärt Markus Reitsamer, Verkehrssprecher der Grünen. Zudem werden ausländische Raser auch verstärkt durch Anhaltekommandos gestoppt: So wurden in einem Jahr 700.000 Euro an Sicherheitsleistungen kassiert.

von Johann Haginger, "OÖ Krone"

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