Mo, 23. Oktober 2017

Angst vor Minarett

06.04.2011 19:03

Glaubens-Verein kaufte Grundstück in Maxglan

Für gehörige Unruhe bei den Nachbarn sorgt derzeit ein Grundstücks-Kauf in Salzburg-Maxglan: Ein Moschee-Verein hat an der Teisenberggasse eine Liegenschaft erworben, in der zwei Wohnungen und Büros sind. "Wir haben kein Problem mit dem Glauben, aber wir wehren uns, wenn ein Minarett kommen sollte", heißt es.

Das Grundstück ist stattliche 1.519 Quadratmeter groß und liegt an der Teisenberggasse – an der Grenze zwischen Maxglan und Taxham. Ein gutes Drittel der Fläche ist bereits verbaut. Im Haus sind zwei Büros und zwei Wohnungen untergebracht, dazu kommt noch eine große Garage.

Für einige Unruhe bei den Nachbarn sorgt der Verkauf der Liegenschaft Ende November des Vorjahres. Denn Käufer ist ein "Moschee- und Solidaritätsverein" mit arabischem Namen, der für den gesamten Grund einen stolzen Preis bezahlte: Um exakt 645.000 Euro wechselte das Areal den Besitzer.

Anrainer fürchten sich vor Minarett
Seit das Geschäft offiziell im Grundbuch eingetragen ist, hören die Gerüchte nicht auf, dass an der Teisenberggasse eine Moschee gebaut werden könnte. "Wir haben nichts gegen ein Gotteshaus einer anderen Glaubensgemeinschaft", erklären Nachbarn, die lieber anonym bleiben möchten. "Nur wenn ein Minarett gebaut werden soll, dann müssten wir uns dagegen wehren", heißt es weiter.

FPÖ-Klubobmann Andreas Schöppl unterstützt die beunruhigten Anrainer: "Es hat niemand etwas gegen ein Gebetshaus, die Freiheit des Glaubens muss ja unbedingt gewahrt bleiben", meint er. Aber auch Schöppl erklärt: "Ein Minarett in Maxglan wäre undenkbar, das dürfte nicht genehmigt werden."

Ein Sprecher des betroffenen Moschee- und Solidaritätsvereins war am Mittwoch für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Kronen Zeitung

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