Di, 21. November 2017

Nach Messermord

06.04.2011 17:14

Lokalaugenschein: „Notwehr-Version“ unglaubwürdig

Mit einem Küchenmesser soll ein erst 17-jähriger Moldawier seinen 16-jährigen Freund nach einer durchzechten Nacht auf einem Feldweg bei Weigelsdorf (Bezirk Baden) getötet haben. Nach der Bluttat sprach der Verdächtige von Notwehr. Eine Version, die nun beim Lokalaugenschein erneut stark ins Wanken geriet.

Beleidigende Worte gegen Verwandte und ein Streit um eine eingeschlagene Schaufensterscheibe. Das sollen die Auslöser für den Messermord an einem Schüler aus Pottendorf gewesen sein. Seither hatte der Verdächtige, für ihn gilt die Unschuldsvermutung, den Kriminalisten eine Notwehr-Version aufgetischt. Allerdings gibt es zwei makabre SMS mit denen der 17-Jährige die Bluttat bereits zuvor angekündigt haben soll (siehe Infobox).

In schwarzer Lederjacke und mit Irokesen-Haarschnitt stellte er Mittwochnachmittag vor Kriminalisten, der Staatsanwältin, Tatortexperten etc. auf einem Feldweg den Messerangriff nach. Anhand einer Puppe zeigte Georg O., dass schon der erste der insgesamt 14 Stiche seinen Freund mitten ins Herz getroffen hatte.

von Christoph Matzl, Kronen Zeitung

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