So, 18. Februar 2018

625,5 Mio. $ gespart

06.04.2011 15:46

Apple entgeht mit knapper Not riesiger Patentstrafe

625,5 Millionen Dollar - umgerechnet 442 Millionen Euro - sind auch für Apple kein Pappenstiel: Eine der größten Patentklagen aller Zeiten hätte den US-Elektronikkonzern beinahe so viel gekostet. Erst in letzter Minute hat ein Richter in Texas das teure Urteil einer Jury gekippt - und Apple damit neben dem Verlust des Geldes auch den des Gesichts erspart.

"Ganz gleich, wie ansprechend eine Partei eine Fassade in ihrem Fall aufbaut, sie ist wertlos ohne das notwendige Fundament", erklärte Richter Leonard Davis am Montag (Ortszeit) in seiner schriftlichen Urteilsbegründung. Die kleine Firma Mirror Worlds hatte Apple vorgeworfen, drei ihrer Erfindungen gestohlen zu haben und in Macs sowie iPhones, iPods und iPads zu benutzen.

Mirror Worlds hatte die Klage im März 2008 eingereicht, sie drehte sich um drei Apple-Programme: Um "Cover Flow", bei dem man Fotos oder CD-Cover visuell auf dem Bildschirm "durchblättern" kann, um die Mac-Suche "Spotlight" sowie um das ebenfalls im Mac-Betriebssystem integrierte Backup-Werkzeug "Time Machine".

Hinter Mirror Worlds steht der Computerwissenschaftler David Gelernter. Er hatte Anfang der 90er-Jahre ein visionäres Buch zur Zukunft der Computertechnik veröffentlicht. Zu trauriger Berühmtheit gelangte er 1993 als Opfer des berüchtigten "Unabombers", der dem damals 38-Jährigen eine Briefbombe schickte. Gelernter erlitt schwere Verletzungen an Bauch, Brust, Gesicht und Händen.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden