Fr, 20. Oktober 2017

Eishockey-Finalserie

06.04.2011 09:16

Bullen stellen mit Sieg gegen KAC 2:1-Führung her

Red Bull Salzburg hat am Dienstagabend möglicherweise den Grundstein zur erfolgreichen Titelverteidigung in der Eishockey-Liga gelegt. Die Salzburger schafften es im insgesamt neunten Saisonduell mit dem KAC als erstes der beiden Teams auswärts zu reüssieren. Die Gäste siegten im dritten Final-Spiel mit 5:2 (0:1, 3:0, 2:1) und stellten damit in der Serie eine vielleicht vorentscheidende 2:1-Führung her. Am Donnerstag haben es die Bullen in der Hand, vor eigenem Publikum auf 3:1 davonzuziehen.

Dabei gelang den Hausherren ein Auftakt nach Maß: Tyler Scofield nützte das erste Powerplay des Spiels in der 5. Minute zum 1:0. Die Kärntner verabsäumten es aber, aus dieser schnellen Führung Kapital zu schlagen. Zwar retteten sie im ausgeglichenen Anfangsdrittel das 1:0 in die erste Pause, doch gleich danach ging es Schlag auf Schlag. Ryan Duncan scorte nur 22 Sekunden nach Wiederbeginn, knapp dreieinhalb Minuten später stellte Manuel Latusa erstmals die Führung der Gäste her. Als Matthias Trattnig in der 30. Minute auch noch das 3:1 aus einem Überzahl-Spiel gelang, schienen die Weichen für den Sieg gestellt. Mit diesem Stand ging es auch ins Schluss-Drittel.

Schwacher KAC-Goalie Chiodo
Dieses begann ebenfalls mit einem Doppelschlag: Zunächst hatte der überwiegende Teil der 5.200 Zuschauer Grund zum Jubeln, denn Kirk Furey sorgte nach nur 37 Sekunden für den Anschlusstreffer des KAC. Doch die Spannung und kurz aufkeimende Hoffnung bei den Fans des Rekordmeisters wurden schon in der 44. Minute durch Steven Regier wieder herausgenommen. Das 4:2 bot ein weiteres Zeugnis von einem an diesem Tag keinesfalls in Bestform agierenden KAC-Goalie Chiodo: Regier schoss aus spitzem Winkel durch die Beine des Torhüters ein.

Divis ein Bollwerk bei den Bullen
Auf der Gegenseite war Reinhard Divis hingegen ein Bollwerk in der Abwehr der Salzburger, Divis war in der Finalserie auch schon in den ersten beiden Spielen der bessere Goalie gewesen. Die über das gesamte Spiel spritziger und schneller agierenden Salzburger setzten im Finish durch den zum zweiten Mal erfolgreichen Latusa (59.) noch einen drauf und haben damit nun die besten Karten in der Hand. Der Rekordmeister sollte im zehnten Saisonduell mit den Red Bulls am Donnerstag (19.15 Uhr) erstmals in Salzburg siegen, wollen sie noch im Spiel um den Titel bleiben.

KAC - Red Bull Salzburg 2:5 (1:0, 0:3, 1:2)
Klagenfurt, 5.200 (ausverkauft), SR Dremelj/Fussi
Tore: Scofield (5./PP), Furey (41.) bzw. Duncan (21.), Latusa (24./59.), Trattnig (30./PP), Regier (44.).
Strafminuten: 12 bzw. 8

Stand in der Serie: 1:2

Meinungen zum Spiel
Pierre Page (Salzburg-Coach): "Da war heute einiges dabei, wo ich verrückt werden könnte. Es wird hier einfach falsch gepfiffen. Ich glaube an das österreichische Hockey, aber es wird unterschiedlich gespielt. In jedem Spiel gibt es über 100 Strafminuten, die nicht gepfiffen werden."

Matthias Trattnig (Salzburg-Torschütze): "Das heißt nicht viel. Das Spiel ist abgehakt, wir müssen vier Spiele gewinnen, um Meister zu werden. Ich bin kein Statistikfreak, der KAC ist fast gleich stark wie wir zu Hause. Wir haben's geschafft, aber die mentale Sache auswärts wird auch der KAC überbrücken."

Manny Viveiros (KAC-Trainer): "Wir müssen uns stark verbessern. Aber der Titel ist noch absolut möglich. Wir sind am Donnerstag sicher bereit."

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