Mo, 28. Mai 2018

Steht Lift bald still?

05.04.2011 16:00

Angst vor Pleite im Skigebiet Muttereralm

Im Skigebiet Muttereralm im Bezirk Innsbruck-Land hängt der Haussegen mehr als schief: Nachdem Gemeinden gegen den privaten Investor eine Millionenforderung erhoben haben und in Mutters schon Gerüchte über eine nahe Pleite der Liftgesellschaft die Runde machen, ist nun Schadensbegrenzung angesagt. Beide Seiten sondieren derzeit, wie eine Trennung aussehen könnte. Am Donnerstag fällt die Entscheidung.

An Pessimisten mangelt es nicht: "Es ist ein Riesen-Kartenhaus, das da jetzt zusammenbricht", kommentiert ein Leser den "Krone"-Bericht (siehe Infobox), wonach die Muttereralmbahn bei Innsbruck in finanziellen Schwierigkeiten steckt.

Und daran ist nicht nur der schneearme Winter schuld. Zwischen den beiden Gesellschaften bzw. den handelnden Personen stimmt die Chemie offenbar nicht mehr. "Unser Ansinnen wäre, dass sich der Betreiber aus dem operativen Geschäft zurückzieht", erklärt der Mutterer Bürgermeister Hansjörg Peer. "Wir finden sicher jemanden, der es an seiner Stelle macht."

Angesprochen ist damit Investor Helmut Zach, der mit seiner Haftung über zwölf Millionen Euro und einem Bar-Zuschuss über zwei Millionen Euro 2005 maßgeblich am Zustandekommen der neuen Bahn beteiligt war. "Ich bin erschüttert über den nicht vorhandenen Dank in dieser Sache", sagt Helmut Zach jun., der allerdings keine Funktionen in den Gesellschaften besitzt.

Sein Vater hat in der Errichter-Gesellschaft einen 51-Prozent-Stimmrechtsanteil, die Betriebs-Gesellschaft, die ihr angeblich 1,2 Millionen Euro schuldet, ist komplett in seiner Hand.

Über diese Millionenschuld ist ein Streit entbrannt: "Wir haben seit Monaten kein Geld erhalten", klagt Hans Payr, Bürgermeister von Götzens, der zusammen mit seinem Mutterer Amtskollegen und dem Tourismusverband Innsbruck in der Errichter-Gesellschaft sitzt. "Weder die Höhe noch die Fälligkeit der Forderung ist berechtigt!", sagt hingegen Zach. jun.

28 Millionen Euro investiert
Es geht um viel: 28 Millionen wurden insgesamt investiert. An eine Pleite glaubt aber niemand. "Eine Gesellschaft mit 80 Prozent in öffentlicher Hand geht nicht pleite", so der Grundtenor. Die Muttereralmbahn (Bild) war 17,5 Millionen Euro teuer, die benachbarte Götznerbahn kostete 10,5 Millionen Euro.

von Philipp Neuner, "Tiroler Krone"

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