Sa, 24. Februar 2018

AvW-Prozess

05.04.2011 15:08

Ex-DSV-Leoben-Boss Linz nimmt Gerichtsurteil an

Der ehemalige Hauptvermittler von AvW-Genussscheinen und Ex-Präsident des DSV Leoben, Hans Linz, hat am Dienstag sein Urteil mit Ablauf der Bedenkzeit angenommen. Er war vergangene Woche wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs, betrügerischer Krida und Begünstigung eines Gläubigers zu sieben Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Auch die Staatsanwaltschaft legte keine Berufung ein. Die Privatbeteiligten- bzw. Opfervertreter meldeten Nichtigkeitsbeschwerde an.

Die Einwände der Privatbeteiligtenvertreter beziehen sich auf zurückgewiesene Zusprüche, erklärte Christian Haider vom Landesgericht Leoben. Die Anlegeranwälte hatten sich vor dem Prozess als Privatbeteiligtenvertreter angemeldet, doch Richterin Sabine Anzenberger wies die Anschlüsse zurück, weil der Angeklagte sich bereits in einem Konkursverfahren befindet, erklärte Haider.

Beschwerde beim Oberlandesgericht Graz
Dagegen haben die Anwälte Beschwerde beim Oberlandesgericht (OLG) Graz eingereicht. Üblicherweise entscheidet das OLG aber in einem Fall, in dem das Urteil bereits gesprochen wurde, nicht mehr. Damit dürften die Opfervertreter zwar die Rechtskräftigkeit des Urteils verzögern, nicht aber verhindern können - vor allem Schuld und Strafe sind mit dem Verzicht auf weitere Mittel seitens der Staatsanwaltschaft sowie des Verurteilten praktisch rechtskräftig.

Linz hatte sich in den vergangenen beiden Wochen an fünf Verhandlungstagen wegen mehrerer Betrugsdelikte, betrügerischer Krida und Begünstigung von Gläubigern verantworten müssen (siehe Infobox).

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