So, 18. Februar 2018

Chelsea - ManU

05.04.2011 13:33

Chelsea will Final-Drama von 2008 vergessen machen

Seit Einführung der Champions League im Jahr 1992/93 hat es 33 landesinterne Duelle gegeben. Den Großteil davon trug bisher das Mutterland des Fußballs aus. England erlebt am Mittwoch (ab 20.45 Uhr im krone.at-Ticker) mit Chelsea - Manchester United im Viertelfinale den bereits 19. Vergleich. Im zweiten Mittwochsspiel kreuzen der FC Barcelona und der ukrainische Vertreter Schachtjor Donezk die Klingen.

Die zwei Giganten von der Insel treffen erst zum zweiten Mal in der "Königsklasse" aufeinander. Am 21. Mai 2008 gewann ManU in einem spannenden Finale in Moskau 6:5 im Elferschießen, nachdem es nach 120 Minuten 1:1 gestanden war (Bild). Beide Rivalen haben nun wieder das Endspiel im Visier, das diesmal ein besonderes ist, weil es am 28. Mai im Londoner Wembley-Stadion über die Bühne geht.

Im FA-Cup out, in der Premier League nach Verlustpunkten acht Zähler hinter United - das internationale Geschäft ist für die Mannen des russischen Mäzens Roman Abramowitsch heuer schon die letzte Chance auf einen Saisontitel. "Wir haben keinerlei Probleme, sind für United psychologisch und physisch bereit, trauen uns zu, das Beste zu geben und auch zu gewinnen. Wir wissen alles über den Gegner, und der Gegner weiß alles über uns", sagt Chelsea-Trainer Carlo Ancelotti.

Die Hausherren haben gegen die "Red Devils" an der Stamford Bridge eine positive Bilanz. Sie blieben in den jüngsten zehn Duellen ungeschlagen, das bisher letzte im März gewann der aktuelle Tabellenvierte in der Liga durch Tore von David Luiz und Frank Lampard mit 2:1.

Torres wartet auf erstes Tor
"Dieser Sieg könnte der Knackpunkt gewesen sein. Wir haben uns nach einer Periode der Schwäche wieder gefunden. Auch haben wir aus der Vergangenheit gelernt. Es ist wichtig, kein Auswärtstor zu kassieren", meint Salomon Kalou auch in Erinnerung an das bittere CL-Aus 2010 im Achtelfinale gegen Inter. Der Mann von der Elfenbeinküste hofft diesmal auch auf den Torriecher des im Winter von Liverpool geholten Fernando Torres, der jedoch nach neun Spielen noch immer auf seinen ersten Treffer für die "Blues" wartet. "Er kann uns helfen, ist pfeilschnell und ein echter Goalgetter", betont Kalou.

Manchester-Trainer Alex Ferguson visiert einen besonderen Rekord an. Er möchte sich als erster Coach den Titel in der Champions League zum dritten Mal nach 1999 und 2008 mit demselben Verein sichern. Seine Truppe zieht mit breiter Brust in das Duell. "Wir haben viel Selbstvertrauen", versicherte Verteidiger Chris Smalling nach der Aufholjagd (von 0:2 auf 4:2 mit drei Rooney-Toren) am Samstag gegen West Ham United.

Barca haushoher Favorit gegen Donezk
Im zweiten Mittwochsspiel ist Barca gegen Schachtjor Donezk Favorit. Zu sicher sollten sich Messi und Co aber nicht sein. Denn in bisher sechs Partien blieben die Ukrainer gegen die Katalanen zweimal erfolgreich und erreichten ein Remis. Im Camp Nou überraschten sie zuletzt im Dezember 2008 mit einem 3:2-Erfolg. Besonders motiviert dürfte Dmitro Schigrinskij sein, der im Supercup-Finale 2009 beim 0:1 n.V. noch für Schachtjor spielte und dann zu den Siegern nach Barcelona wechselte, dort aber zumeist auf Bank oder Tribüne saß und im Sommer 2010 wieder nach Donezk zurückkehrte.

Jetzt möchte der erste Ukrainer im Barca-Dress beweisen, was die Katalanen einst an ihm verloren haben. "Der Gegner hat auch Schwächen, aber es ist nicht leicht, diese zu nützen", sagt Schigrinskij. Barca-Coach Josep Guardiola, der hofft, dass Torjäger David Villa erstmals seit 26. Februar auch für den Klub wieder trifft, spricht mit Respekt über die Ukrainer: "Sie haben in dieser Saison nur gegen Arsenal (1:5 in der Gruppe, Anm.) verloren. Sie haben vier sehr gute Brasilianer und mit Mircea Lucescu einen listigen alten Hasen als Trainer." Der Rumäne meint: "Barca ist zweifellos Favorit, für uns ist es schon eine fantastische Leistung, im Viertelfinale zu stehen. Aber unser Weg ist noch nicht zu Ende, wir werden unser Bestes versuchen, um nochmals weiterzukommen."

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