Sa, 21. Oktober 2017

Endgültig fixiert

04.04.2011 18:04

Salzburg beschließt Errichtung von zweitem Hallenbad

Der Salzburger Stadtsenat hat nun endgültig die Errichtung eines Hallenbades für den Schul- und Vereinssport am Standort "Aya-Bad" an der Alpenstraße beschlossen. Diese Schwimmhalle mit sechs 25-Meter-Bahnen und einem Lehrschwimmbecken dient zudem als Ausweichquartier während des geplanten Umbaus des alten Paracelsusbades. Die Forderungen nach dem Bau eines überregionalen Wettkampfbades lehnte der Stadtsenat allerdings ab.

Das Konzept aus dem Ressort von Baustadträtin Claudia Schmidt (VP) wurde nach Adaptierungen mit den Stimmen von SP, VP und FP beschlossen, wie das Informationszentrum der Stadt Salzburg mitteilte. Die Bürgerliste bezeichnete dieses Projekt als "Schmalspurvariante" und stimmte dagegen. Sogar das Kontrollamt habe empfohlen, eine erweiterte 25-Meter-Lösung zu errichten und damit ein attraktives zweites Hallenbad in der Stadt anzubieten, erklärte Klubobmann Helmut Hüttinger.

Keine Zustimmung für Erweiterung
Der Antrag der Bürgerliste für den Bau eines Hallenbades mit acht Bahnen und 25 Meter Länge sowie einem Turm mit Ein- und Drei-Meter-Sprungbrett fand bei den anderen Parteien ebenso wenig Zustimmung wie die Forderung des Präsidenten des Landesschwimmverbandes, Christian Schneeberger, nach einem überregionalen Wettkampfbad mit 50-Meter-Bahnen.

Wäre Mitfinanzierung durch Bund und Land gestanden?
"Das würde einerseits die Projektkosten stark steigen lassen, außerdem sind die für ein derartiges Bad nötigen Abstellflächen im Bereich des Aya-Bades nicht verfügbar. Die Bereitschaft von Bund und Land zur Mitfinanzierung ist vage und lediglich auf die Bau-, nicht aber auf die deutlich höheren Betriebskosten bezogen", wurde in der Sitzung betont. Laut Schneeberger wären Bund und Land bereit gewesen, je vier Millionen Euro für seine Variante zu zahlen.

Das nun beschlossene Konzept sieht auch eine Nutzung von Solarenergie für die Wasser-Vorwärmung und Heizung der Schwimmhalle sowie eine weitgehende Schonung des alten Baumbestandes vor, wie es die Bürgerliste in Zusatzanträgen gefordert hatte. "Die Errichtungskosten des Bades belaufen sich auf 3,9 Millionen Euro. Dazu kommen noch die Kosten für die Sonnenkollektoren in der Höhe von 130.000 bis 160.000 Euro", erklärte Norbert Ablinger, Büroleiter von Schmidt. Baubeginn ist im Herbst 2011, die Eröffnung des Hallenbades soll ein Jahr darauf erfolgen. Dann kann auch das Paracelsus-Bad umgebaut werden. Ein Amtsbericht soll diesen Herbst vorliegen.

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