Mi, 21. Februar 2018

Mädchen bedrängt

04.04.2011 17:03

46-Jähriger fasst für Missbrauch zwei Jahre Haft aus

Das alles sei nur ein Rachefeldzug seiner ehemaligen Lebensgefährtin, betonte der Angeklagte, aber das Gericht in Innsbruck hat die Sachlage anders gesehen. Zu glaubwürdig seien die Aussagen der Mädchen, denen der 46-Jährige mehrmals zwischen die Beine gegriffen haben soll. Ein Schöffensenat verurteilte den Niederösterreicher zu zwei Jahren Haft.

Über das Internet hatte die Oberländerin den 46-jährigen Niederösterreicher kennengelernt. Als dieser schon bald seinen Wohnsitz nach Tirol verlegte, begann das Martyrium ihrer Tochter.

"Mama, ich wollte das nicht"
Über eineinhalb Jahre soll er die Zehnjährige immer wieder zwischen den Beinen berührt und massiert haben. Und bei einer Kurzreise nach Wiener Neustadt musste auch die Freundin des Mädchens diese Tortur über sich ergehen lassen. Deren Mutter erzählte am Montag eindringlich, wie ihre Tochter auf Nachfrage nach den Vorfällen reagiert hatte. "Sie war fix und fertig, sagte nur, Mama, ich wollte das nicht, ich kann nichts dafür." Dann habe ihre Tochter "zugemacht" und seither erhalte sie einmal pro Woche therapeutische Unterstützung.

Der Schöffensenat sah die angeklagten Vorfälle als erwiesen an, verurteilte den Niederösterreicher zu einer unbedingten Haftstrafe von zwei Jahren. Der Angeklagte erbat sich Bedenkzeit.

von Stefan Ruef, Tiroler Krone
Symbolbild

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