Mo, 19. Februar 2018

Helikopter-Unglück

02.04.2011 17:12

Schaulustige kommen in Scharen zum Achensee

Drei Tage nach dem Absturz des Polizei-Helikopters in den Achensee mit vier Todesopfern haben am Samstag die Schaulustigen den Katastrophen-Ort erobert. Aus ganz Tirol und Bayern strömten Hunderte an den Unfallort. Zu sehen bekamen sie aber nicht viel: Die Zahl der Einsatzmannschaft war deutlich reduziert worden.

Als dringlichste Aufgabe hatten es die Retter angesehen, die Opfer aus einer Tiefe von rund 100 Metern zu bergen. Bereits am Freitagabend war dies gelungen.

Hermann Schuster, Landesleiter der Tiroler Wasserrettung, im Gespräch mit der "Krone": "Dass dies so rasch gegangen ist, grenzt beinahe an ein Wunder. Dafür ist den Beteiligten aller Organisationen zu danken. Ich erinnere mich an einen tragischen Unfall, der sich vor rund 20 Jahren am Achensee zugetragen hatte: Damals war nach einem Tauchunfall einer unserer Kameraden verschollen. Wir gaben uns natürlich größte Mühe, ihn unter Einsatz aller technischen Möglichkeiten so rasch wie möglich zu finden. Obwohl wir jedes Wochenende an Samstagen und Sonntagen mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz standen, konnten wir ihn erst nach rund einem Jahr in der Tiefe finden."

Am Samstag wurden die Einsatzkräfte am Achensee reduziert, die Suche nach den Wrackteilen aber fortgesetzt. Die Retter wurden von Schaulustigen von der Bundesstraße und vom Westufer (die polizeiliche Sperre war in der Früh aufgehoben worden) aus beobachtet. Einer von ihnen war Sepp Astner (85) aus Itter, der mit seiner Frau angereist war: "Natürlich erschüttert mich das Unglück. Ich will aber zumindest sehen, wie die Helfer die Wrackteile des Hubschraubers aus dem See heben. Dafür habe ich mir mein bestes Fernglas mitgenommen – ich bin nämlich Jäger. Das ist zugleich ein schöner Ausflug für mich: Ich fahre sonst gerne mit dem Mountainbike und dem Motorrad durch Tirol."

von Günther Krauthackl, "Tiroler Krone"

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