So, 18. Februar 2018

80-Millionen-Projekt

02.04.2011 10:58

Chaos um zweite Fernwärmeleitung aus Mellach

Rund um ein Mega-Projekt ist derzeit das Chaos ausgebrochen: Die 80 Millionen Euro teure zweite Fernwärmeleitung aus Mellach. Monatelang haben VP-Bürgermeister Siegfried Nagl und Holding-Graz-Boss Wolfgang Malik (Bild) das Projekt forciert. Dann hieß es aus dem Bürgermeister-Büro plötzlich, die zweite Fernwärmeleitung wäre nicht mehr vorrangiges Thema - auf Nachfrage der "Krone" steht die Leitung nun doch wieder ganz oben auf der "To-do-Liste".

Lisa Rückers Grüne hingegen wollen das Projekt nicht, weil man es, trotz Ausbau des Fernwärmenetzes, nicht bräuchte. Auch von der EStAG - ohne die Graz den Bau ja gar nicht umsetzen kann - kommt ein klares "Nein!".

Pikantes Detail am Rande: Der EStAG gehören 49 Prozent der Energie-Graz (die ein Teil der Holding Graz ist). EStAG-Sprecher Urs Harnik: "Eine zweite Leitung wäre eine glatte Fehlinvestition! Die Kapazität der bestehenden Leitung ist lange nicht ausgeschöpft."

Malik: "Geht um Versorgungssicherheit"
Malik verteidigt das Projekt: "Es geht um die Versorgungssicherheit. In Mellach wird Wärme in die Mur abgeleitet, um den Huchen zu wärmen, statt sie zu nutzen. Wir wollen Fördermittel des Bundes." Als Beobachter ist man ratlos! Der grüne Koalitionspartner Nagls sagt Nein zum Bau, der nötige Projektpartner, die EStAG, auch. Und nun? Die SP-Gemeinderätin Waltraud Haas-Wippel fordert - zu Recht - Klarheit, wie es weitergeht!

Nun zu SP-Sozialstadträtin Schröck - die mit Erfolg daran arbeitet, das Image der Politik um das Attribut "infantil" zu erweitern. Schröck fand es enorm witzig ein Foto ihres Schuhwerks während der Parteitagsrede ihres Vorsitzenden Edmund "Müllionär" Müller auf ihre Facebook-Seite zu stellen. Viele (auch Rote) tippten sich da nur an die Stirn. In der SP-Landtagsabgeordneten Alexia Schrempf-Getzinger hat Schröck einen Fan gefunden. Via Facebook verabredete man sich zum Schuhkauf.

Schwer zu sagen, wer Schröcks Wurstigkeit sonst noch lustig und angebracht findet. Einer Sozialstadträtin würde - gerade in beinharten Sparzeiten - Ernsthaftigkeit gut anstehen. Menschen, die an oder unter der Armutsgrenze leben (müssen), sind Schröcks Schuhe nämlich sch...egal!

"Graz Inoffiziell" von Gerald Richter, "Steirerkrone"

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