So, 17. Dezember 2017

Sensible Tiere

01.04.2011 14:12

Regionales Futter für die Rehe in Oberösterreich

Verstrahlte Pflanzen in den Wäldern nach dem atomaren Supergau von Tschnernobyl, Verfälschung von Futter durch Gen-Manipulation – Oberösterreichs Futtermittelhersteller setzen nun mehr denn je auf heimische Grundprodukte, folgen damit ganz der Empfehlung der heimischen Jäger für die Wildfütterung.

Einwandfreies Wildbret – allein im Vorjahr wurden 70.000 Rehe erlegt – liegt Oberösterreichs Jägern am Herzen. Das soll nicht durch bedenkliche Futterprodukte gefährdet werden. "Immerhin werden in unserem Bundesland zwischen Oktober und April einige Tonnen Futtermittel für unsere etwa 120.000 Rehe, aber auch für Hirsche, Fasane und Feldhasen ausgebracht", erklärt Wildbiologe Christopher Böck vom Landesjagdverband.

"Das Rehwild ist sehr sensibel – wir achten strengstens darauf, dass diesen Tieren nur regionaltypisches Futter gegeben wird", betont Futtermittelhersteller Albert Egger aus Wolfern.

Für den Eiweißbedarf werden heimische Sojabohnen und Erbsen zugesetzt, Importprodukte wie Sesam – das in den Sechzigerjahren häufig verwendet wurde – oder Kokus würde als Futtermittelzusatz schon lange nicht mehr verwendet. "Wir wollen wissen, was verfüttert wird, kaufen daher nicht im Ausland, sondern bei heimischen Bauern", so Egger.

von Johann Haginger, "OÖ Krone"
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