Mi, 21. Februar 2018

Reisende Täter

31.03.2011 17:02

Profi-Bande knackt nachts elf Autos und stiehlt Airbags

1.800 Autoeinbrüche werden im Jahresschnitt in der Steiermark angezeigt, die Aufklärungsquote hält sich in Grenzen. Reisende Täter nerven die Polizeibeamten, denn sie können nachts ja nicht "riechen", wann und wo gerade Kriminelle am Werk sind. Zuletzt hat sich eine Bande auf den Ausbau von Airbags spezialisiert.

In der Nacht auf Mittwoch ließen sich Unbekannte in einer Tiefgarage in Seiersberg Zeit. Bei vier Autos unterschiedlicher Marken bauten sie jeweils den Lenker- und Beifahrer-Airbag aus. "Dazu gehört eine Fachkenntnis", sagt ein erhebender Beamter, "die Täter sind ausgebildet worden, wie man einen Airbag ausbaut, ohne dass er ausgelöst oder aber die Stromversorgung unterbrochen wird."

15.000 Euro Schaden in Gratwein
23 Kilometer nordwestlich schlugen vermutlich dieselben Kriminellen in der Tiefgarage einer Gratweiner Siedlung zu. Seitdem fehlen aus sieben Fahrzeugen die Airbags. Der Gesamtschaden beträgt etwa 15.000 Euro, Spuren von der organisierten Bande gibt es derzeit noch nicht. "Die Täter halten sich nirgendwo lange auf", erklärt Peter Farmer, Leiter der Diebstahlsgruppe im Landeskriminalamt: "Das Ausbauen der Airbags ist offenbar saisonbedingt. Im Winter war jedenfalls Ruhe."

Pkw in fünf Sekunden offen
Zum Thema Autoeinbrüche meldete sich auch das Kuratorium für Verkehrssicherheit zu Wort. Wie man Airbags sichert, können Experten nicht sagen. Aber sie warnen sorglose Lenker davor, Wertsachen (Handy, Notebook, Navi-Gerät, teure Kleidung, Handtasche) im Fahrzeug zurücklassen: "Im Durchschnitt lachen Dieben in jedem Auto zwei Gegenstände entgegen. Ein Profi hat den Pkw in fünf Sekunden geöffnet…"

von Manfred Niederl, "Steirerkrone"
Symbolbild

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